Für Gerhard Schröder ist die Schuldenkrise einiger EU-Staaten ein Beleg, dass sie wichtige Reformen versäumt haben - anders als Deutschland. Für Oskar Lafontaine liegt in diesen Reformen das Problem. Eine Begegnung.

Kommentare

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  • Gerhard Schröder war für die herrschende Elite
    der Sechser im Lotto.
    Deregulation , Begründer des Neoliberalismus,Zerstörung der deutschen Hängematte,
    Reduktion der Spitzensteuersätze ,
    Hartz I , II, III und IV
    Entlassung der Bundesbank aus der Isolation der Stärke,
    Rentenreform ,
    Beginn der Perspektivlosigkeit , Armut , Sozialdumping
    Währungsverfall , Werteverfall , Eurowertverfall ,

    Dafür kann er als ``sozialdemokratischer``Bundeskanzler
    richtig Stolz sein .
    Beginn der Schuldenunion , wir zahlen die Schulden der Zocker.
    Beginn der Gasunion : wir zahlen mit den deutlich erhöhten
    Gaspreisen den Erhalt der russischen Diktatur und des Apparates und das TOP-Gehalt eines EX BK!
    Beginn der Fiskalunion : No bail out = Blubbnummer
    Beginn der Rechtslosigkeit
    Beginn der Eurodiktatur.

  • Man sollte den Vertreter von Gazprom wirklich keine Bühne in Deutschland geben. In Zug und in Russland soll er sich aufhalten,, mit seinem lupenreinen demokratischen Freund.Und die Medien sollten sich mehr um die Probleme kümmern, die uns momentan verabreicht werden mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Nachfolgerin.

  • @ 'Nachwuchs'

    Die Agenda 2010 war ein Erfolg.

    Denn ohne sie wären wir jetzt Griechenland oder Italien.

    Lafontaines Dolchstoßlegende vom "Kaputtkonkurrieren" der Südländer ist Unsinn - wir konkurrieren nicht mit Produzenten von Schafskäse und Oliven. Sondern mit China, Japan, Südkorea und Taiwan. Das sind unsere Vergleichsmaßstäbe.

    Und wenn die Südländer nicht ihre Preise und Löhne wie die Irren erhöht hätten, dann hätten Sie ein konkurrenzfähige Wirtschaft und keine sanierungsbedürftigen öffentlichen Haushalte.

  • Aha und warum liegt das Durchschnittseinkommen aller Erwerbstätigen (abhängig Beschäftigte und Selbständige) in der Schweiz bei brutto 7500 Euro/Monat, ohne daß bisher Austeritätsmaßnahmen nötig waren? Die Agenda 2010 hat zur Massenabwanderung von motivierten und qualifizierten Arbeitskräften aus der BRD in die Schweiz udn nach Österreich geführt, die sich den Sozialterror hier einfach nicht mehr bieten lassen wollten. Das Prekariat hat nicht abgenommen, es ist gewachsen! Selbst Saisonarbeiter meiden die BRD, wenn sie können, weil der Aufenthalt hier ihre hier erzielten Einnahmen fast komplett wieder auffrißt.

  • Rechner
    Nachdenken soll manchmal helfen.
    Die Angenda 2010 hat auch zur Wettbewerbsverzerrung in der EU geführt. Denn wir haben mit unsren Billiglöhnen dazu beigetragen, dass andere EU-Staaten nicht mehr wettbewerbsfähig waren
    Dies hat sogar Frau Lagarde, damals noch Finanzministerin i Frnakreich, mal scharf kritisiert.
    Lt. OECD ist Deutschland EU-weit das Land mit den niedrigsten Löhnen, den niedrigsten Renten, aber den höchsten Strompreisen

  • Nachdenken soll manchmal helfen.
    Die Angenda 2010 hat auch zur Wettbewerbsverzerrung in der EU geführt. Denn wir haben mit unsren Billiglöhnen dazu beigetragen, dass andere EU-Staaten nicht mehr wettbewerbsfähig waren
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    Womit hätten die Südländer denn wettbewerbsfähig werden können? Etwa mit Schafskäse, Wein oder mit Olivenöl - das die Griechen sogar aus Italien importierten, weil sie es selbst nicht gebacken bekommen, es im eigenen Land zu raffinieren?
    Die Südländer haben einfach ein grottenschlechtes Außenhandelsdefizit, weil sie auf Teufel komm raus importiert haben, aber kaum etwas exportiert hatten. Die Griechen haben sogar Lebensmittel importiert (sic!).
    Dazu kam noch maßlose Lohnforderungen, die in keinem Verhältnis zu ihrer Produktivität/Wertschöpfung stand (deshalb jammern sie jetzt so kläglich, weil ihre Löhne, Gehälter und Renten auf das Maß zurechtgestutzt werden, das ihnen aufgrund ihrer Produktivität zusteht)!

  • Agenda 2010 ein Erfolg? Wenn man für Kinderarbeit, Minijobs, Hungerlöhne, Nur noch Leih-/Zeitarbeiter haben will, Rente auf Bais Hartz IV usw will, Abschaffung der Bildung, Miet-/Energieexplosionen, Schuldenexplosion und Übernahme der Schulden aller Ausländer ist, dann ist die Agenda ein Erfolg!

  • Die "Agenda 2010" bedeutet nichts anderes, als ein Probelauf einer systematisch breit angelegten Austeritätsmaßnahme in einem Land mit einer überwiegend schlecht bis gar nicht politisch kampffähig organsierten Bevölkerung, das über eine ertragbringende Industrie mit technologischen Reserven der Spitzenklasse im Weltmaßstab verfügte: Da konnte nicht viel anbrennen! Anstatt die öffentlichen Haushalte in Ordnung zu bringen, wurden Sozialstandards abgesenkt, Unternehmengewinne steuerlich entlastet, Leitzinsen durch Schröders politische Intervention bei der EZB auf ein höchst schädliches Niveau zum Zwecke günstiger Bundesschuldenfinanzierung abgesenkt, um den Weg für gigantische Kapitalabflüsse aus der BRD frei zu machen, das überwiegend in die USA und maßgeblich in die PIIGS-Staaten in Staatsfinzierungen, Finanzmarkt- und Immobilienspekulation floß. Dazu wurde auch die Mwst. erhört, um zusätzliches Kapital aus der Bevölkerung zu extrahieren. Die Gelder wurden maßgeblich über Banken, aber auch über die EU-Töpfe außer Landes geleitet. Die BRD bekam eine Neuprofilierung der Dienstleistungsstruktur, erweitert um Sektoren, wie sie am ehesten aus Drittweltländern und den USA bekannt waren: Der "freie Wettbewerb" unter den Arbeitkräften und der HartzIV-Terror, verstärkt durch die in die Millionen gehende fehlenden Arbeitsplätze im Mitteldeutschland, führte zu einem Absacken der Einkommen auf breiter Front. Das Experiment scheint gelungen zu sein, Sozialfaschist Schröder läßt sich feiern und viele bejubeln ihn, der damals den Weg ins EURO-Desaster maßgeblich frei gemacht hat.

  • Dass "Gasprom-Schröder" überhaupt noch irgendwo in Deutschland reden darf, ist schon skandalös!

  • Tja, der Schröder. Nur ein vergißt er zu erwähnen, hätte alle Länder seine Agenda-Politik mit-oder nachgemacht,hätte sich dadurch auch der deutsche Wettbewerbsvorteil in der Euro-Zone relativiert.Im Falle dass alle alles richtig machen, macht derjenige der es richtig macht, wenn er alleine ist und der Fall tritt nicht ein oder mit zeitlicher Verzögerung, dass alle das Richtige machen, eben nicht das Richtige ein, im Sinn einer umfassenden Konvergenz, sondern er bringt die anderen in eine beklagenswerte Lage, die wir heute beobachten können.

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