Ökonomenstreit: Krämer will Frieden

Ökonomenstreit
Krämer will Frieden

Im Interview mit einer Dortmunder Studentenzeitung hatte Ökonom Walter Krämer seinen Kollegen Bofinger eine „akademische Nullnummer“ genannt. Nun entschuldigt er sich bei ihm. Die Zitate seien nicht autorisiert worden.
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DüsseldorfDie Passagen im Interview mit der Studentenzeitung „Pflichtlektüre“ hatten es in sich. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger sei eine „akademische Nullnummer“, wetterte Walter Krämer. Über einen „Spiegel“-Journalisten, der einen kritischen Artikel über Hans-Werner-Sinn geschrieben hatte, sagte er: „Diesen Redakteur könnte ich erwürgen und an die Wand klatschen.“

Der Streit mit Bofinger geht auf den von Krämer initiierten Ökonomenaufruf gegen die Beschlüsse des Euro-Gipfels zurück. Bofinger gehört zu den Gegnern des Krämer-Aufrufs und hatte diesen als „schlimmste Stammtisch-Ökonomie“ bezeichnet. Krämer wiederum warf im Interview den Gegnern des Aufrufs Gehässigkeit vor. „Was von unseren Gegnern an Gehässigkeit in die Tinte geflossen ist, das ist ja kaum zu glauben [...].“

Das Krämer-Interview erschien am 17. Juli auf der Webseite der Studentenzeitung „Pflichtlektüre“ - und kursierte sieben Tage im Netz. Dann griff das Handelsblatt die Textpassagen in einem Artikel auf und verlinkte dabei auch das Interview mit Krämer. Kurz darauf verschwanden die kritischen Zitate Krämers über Bofinger und den Spiegel-Journalisten aus dem Interview. Gegenüber Handelsblatt Online sagte Krämer, das Interview in der „Pflichtlektüre“ enthalte flapsige Nebenbemerkungen und sei ohne Autorisierung veröffentlicht worden. Deshalb habe er die Redaktion um eine Korrektur gebeten.

Der Redaktionsleiter der „Pflichtlektüre“, Tobias Schweigmann, wollte zu den Gründen für die Änderung des Interviews keine Stellung nehmen. „Ich kann mich dazu offiziell nicht äußern“, sagte er auf Anfrage von Handelsblatt Online.

Krämer sagte, er habe sich inzwischen bei Herrn Bofinger für seine Äußerungen entschuldigt. Den Medien - und explizit dem Handelsblatt - warf er vor, Streit unter Ökonomen stiften zu wollen. Streit zwischen Ökonomen gebe es jedoch allenfalls auf persönlicher, aber kaum auf wissenschaftlicher Ebene, so Krämer. Zwischen seinem Aufruf, und dem Gegenaufruf gebe es inhaltlich keine großen Unterschiede. Dies zeige sich auch daran, dass einige Kollegen beide Aufrufe unterzeichnet hätten. Unterstützung bekommt Krämer in diesem Punkt vom Münchner Wirtschaftsprofessor Andreas Haufler. Die beiden Stellungnahmen von Professoren seien „nur scheinbar gegensätzlich“, argumentiert er.

Anders hatten sich jedoch führende Köpfe des Gegenaufrufs der Ökonomen Frank Heinemann und Gerhard Illing ausgedrückt. „Der Aufruf [von Krämer] hat mich aufgeregt,“ sagte zum Beispiel der Präsident des Vereins für Socialpolitik, Michael Burda. Der Stil des Briefs habe die Politik verärgert. Er sei zu emotional und nationalistisch gewesen. Auch der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sagte, der Aufruf von Krämer sei „sehr emotional“ und „nicht hilfreich“ gewesen.

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  • Kennen Sie den meist gehassten Mann Asiens? Sein Name: George Soros!

  • Oder beides! Eine Nullnummer und ein Depp.

  • In Deutschland ist es inzwischen soweit gekommen, dass kritische Bemerkungen von Fachleuten reflexartig als "nationalistisch" tituliert und damit abgewertet werden sollen. Damit sollen gleich alle regierungskritischen Stimmen in eine bestimmte rechte Ecke gestellt werden. In Wirklichkeit ist es bitte nötig, dass sich die Politiker mal endlich wieder um deutsche Interessen kümmern. Hollande vertritt die Interessen Frankreichs, Monti die italienischen Interessen usw. Nur die deutschen Politiker sind die einzigen in Europa, die sich in erster Linie um Europa kümmern. Wer glaubt denn noch ernsthaft, dass sich die anderen sog. Europäer für Europa oder gar für Deutschland interessieren? KEIN MENSCH!

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