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Ökostrom als Alternative: SPD und Grüne rufen zu Atom-Strom-Boykott auf

exklusiv Die Zukunft einer ganzen Reihe von Atomkraftwerken ist ungewiss. Die Bundesregierung will jetzt den Netzausbau für Ökostrom beschleunigen. Die Kommunen begrüßen das, der Opposition ist das zu wenig.

Ein Strommast steht vor Windkraftanlagen: Atomstrom versus Ökostrom. Quelle: AP
Ein Strommast steht vor Windkraftanlagen: Atomstrom versus Ökostrom. Quelle: AP

DüsseldorfOb Regierung oder Opposition, das eigentliche Ziel in der Atomdebatte haben alle klar vor Augen: die „gefährliche“ Atomenergie hat keine Zukunft mehr in Deutschland, künftig sollen die Verbraucher nur noch „ungefährlichen“ Ökostrom beziehen. Der Weg dorthin ist freilich unterschiedlich. Die Opposition traut den Heilsversprechen der schwarz-gelben Koalition nicht, ihr geht der Ausstieg aus der Kernenergie viel zu langsam. SPD und Grüne halten es daher auch für geboten, den Druck auf die Atomindustrie deutlich zu erhöhen.

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Spitzenpolitiker von SPD und Grünen forderten die Verbraucher in Deutschland deshalb auf, den Stromanbieter zu wechseln und keinen Atomstrom mehr zu kaufen.

„Wir hatten schon im Rahmen der Laufzeitverlängerung den Bürgern vorgeschlagen, zu den Stadtwerkern und den echten Ökostromanbietern zu wechseln. Auch jetzt kann jeder so mit wenig Mühe den Druck auf die Vorstände von Eon, RWE & Co erhöhen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, Handelsblatt Online. „Vattenfall hat diesen Druck über die Stromzähler nach den Vorfällen in Krümmel schon einmal spüren müssen."

Die Grünen forderten zudem von den Kirchen in Deutschland, sich dem Atomstrom-Boykott-Aufruf der Kirchen in Österreich anzuschließen, um den Druck auf die Atomkonzerne deutlich zu erhöhen und einen Ausstieg aus der Kernenergie zu beschleunigen. „Es wäre eine große Hilfe, wenn die Kirchen auch in Deutschland die Stromwechselkampagnen hin zum Ökostrom unterstützen würden“, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, Handelsblatt Online.

Die Umweltbeauftragten der katholischen und der evangelischen Kirche in Österreich hatten vergangene Woche in einer gemeinsamen Erklärung ein „Aufwachen aus der Atom-Illusion“ angemahnt und die Bürger aufgefordert, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Die Grundfrage, auf was man verzichten könne, solle in der Fastenzeit nicht nur beim Essen gestellt werden, sondern auch beim Energieverbrauch, hieß es in der Erklärung. Eine Möglichkeit wäre, den Stromanbieter zu wechseln und keinen Atomstrom mehr zu beziehen.

  • 22.03.2011, 17:20 UhrAnonymer Benutzer: Bauernfang

    "Deutsche wehrt Euch, kauft nicht bei Atom-Buden!" Kommt das irgendwem bekannt vor?

  • 21.03.2011, 16:33 Uhrmargrit117888

    Das auf die Verbraucher höhere Strompreise zukommen dürften, das hatte nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch der Wirtschaftsminister prognostiziert.
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    Irrtum. Das ist Panikmache und Dummgeschwätz.
    Schon jetzt zahlen wir viel zu viel für Strom. Die Betreiber stecken sich die Taschen voll, aber z. B. Netze und Endlagerung gehen voll auf Kosten der Steuerzahler und Stromkunden.
    Allein der Staat hat unsere Strompreise mit mindestens 1/3 mit Steuern und dümmlichen Abgaben belegt.
    So nicht meine Herrschaften.
    Komisch nur,d ass heir niemand auf die Straße geht wegen dieser Abzocke, weil die Grünen dies nämlich genau so vertreten.
    Und wenn jetzt neue Netze gebaut werden müssen, muß das entweder der Staat machen, wenn sie dann in seinem Besitz sind und bleiben oder aber die Strombetreiber.
    In diesem Land werden immer mehr Kosten der Wirtschaft auf die Verbraucher abgewälzt und das geht nicht.

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