Offenlegung weiterhin ein Thema
Porsche-Chef wehrt sich mit Gutachten

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sich abgesichert. Nach einem Gutachten der Stuttgarter Rechtsanwälte Rainhard Menke und Winfried Porsch ist die zwangsweise Veröffentlichung von Vorstandsbezügen verfassungswidrig.

HB DÜSSELDORF. „Die diskutierte gesetzliche Verpflichtung zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge verstößt gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der einzelnen Vorstandsmitglieder“, lautet das Fazit der Juristen. Ein solches Gesetz, das Politiker aus allen Parteien fordern, verletze die im Grundgesetz verankerten Persönlichkeitsrechte. Nach Meinung der Juristen kann ein privates Interesse der Aktionäre keine generelle Offenlegungspflicht begründen, und ein öffentliches Interesse können die Anwälte nicht erkennen.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will ein Gesetz einbringen, wenn die Unternehmen in diesem Jahr nicht zu mindestens 90 Prozent der detaillierten Offenlegung zustimmen. Zur Zeit verweigern noch sieben Dax-30-Vorstände den individualisierten Einblick, auch Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent
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