Merkel treibt Finanzmarktsteuer voran

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Tschechien reiht sich in die Riege der Kritiker ein

Widerstand kommt aber nicht nur von den Liberalen. Auch außerhalb Deutschlands stoßen Merkes Pläne auf Kritik. Tschechien etwa lehnt die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der EU ab. „Die Transaktionssteuer würde eine Menge unschuldiger Opfer fordern und Wirtschaftswachstum kosten“, sagte der stellvertretende tschechische Außenminister Tomas Zidek der „Rheinischen Post“.

Die Chronologie des Euro

  • 1. Juli 1987

    Das Ziel Währungsunion wird im EG-Vertrag verankert.

  • 7. Februar 1992

    Unterzeichnung des EU-Vertrages von Maastricht, der die Währungsunion bis 1999 vorsieht und Beitrittskriterien festlegt.

  • 1. November 1993

    Ratifizierung des Maastricht-Vertrages. Aus den Europäischen Gemeinschaften (EG) wird die Europäische Union (EU). Dezember 1995: Als Einheiten der neuen Währung werden Euro und Cent festgelegt.

  • 16. und 17. Juni 1997

    Verabschiedung des Stabilitäts- und Wachstumspakts in Amsterdam. Einigung auf die „europäische Seite“ für die Münzen.

  • 25. März 1998

    Die EU-Kommission und das Europäische Währungsinstitut (EWI), Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB) empfehlen elf Länder für den Start der Währungsunion. Außen vor bleiben aus freien Stücken Großbritannien, Dänemark, Schweden sowie Griechenland, das die Kriterien noch nicht erfüllt.

  • 1. bis 3. Mai 1998

    Ein Sondergipfel der EU-Gremien gibt in Brüssel grünes Licht für den Euro. Die Staats- und Regierungschefs bestimmen den 1. Januar 1999 als Start der Währungsunion.

  • 31. Dezember 1998

    Die Wirtschafts- und Finanzminister der EU legen den Umrechnungskurs des Euro zu den elf Teilnehmerwährungen endgültig fest. Danach ist ein Euro 1,95583 D-Mark wert.

  • 1. Januar 1999

    Der Euro wird gemeinsame Währung der elf Länder. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte nationale Geld bleibt noch das allein gültige Zahlungsmittel.

  • 4. Januar 1999

    Die Finanzmärkte nehmen den Handel mit Euro auf.

  • Juli 1999

    Die Herstellung des neuen Bargelds läuft an.

  • 1. Januar 2001

    Griechenland wird nach Erfüllung der Beitrittskriterien zwölftes Euroland-Mitglied - allerdings mit frisierten Haushaltszahlen, wie sich später herausstellt.

  • 1. September 2001

    Beginn der Ausgabe von Noten und Münzen an Banken und Handel.

  • 1. Januar 2002

    Der Euro wird gesetzliches Zahlungsmittel.

  • 1. März 2002

    Die D-Mark verliert ihre Gültigkeit, kann aber weiterhin gegen Euro eingetauscht werden.

  • 1. Mai 2004

    Zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum werden neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen.

  • 1. Januar 2007

    Als erster der neuen EU-Staaten wird Slowenien 13. Mitgliedsland der Euro-Zone. Ein Beitrittsgesuch Litauens wird hingegen von der EU-Kommission wegen überhöhter Inflation abgelehnt.

  • 1. Januar 2008

    Malta und die Republik Zypern führen den Euro ein.

  • 1. Januar 2009

    Die Slowakei führt den Euro ein.

  • Frühjahr 2010

    Griechenland kommt in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euroland Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, die sich trotz neuer Milliarden-Hilfspakete auch für Irland und Portugal bis Ende 2011 dramatisch verschärft.

  • 1. Januar 2011

    Zum Auftakt des schlimmsten Krisenjahres führt Estland den Euro ein - als erste frühere Sowjetrepublik. Damit leben gut 330 Millionen Menschen im Euro-Raum mit 17 Mitgliedsländern.

Getroffen würden auch Pensionskassen, mittelständische Unternehmen und ganz normale Anleger, da die Steuer auf die Kunden abgewälzt würde. Zudem würden Geschäfte verlagert. Freilich könne Tschechien die Länder der Euro-Zone nicht daran hindern, die Steuer dennoch einzuführen.

Tschechien ist damit nach Großbritannien, Schweden und Dänemark das vierte EU-Land, das die Einführung der Steuer ablehnt.

Damit steht aber zumindest ein großes Thema für die heutigen Treffen von Merkel mit den Regierungschefs Portugals, Schwedens und Österreichs wohl fest. Bei dem informellen Gedankenaustausch mit Pedro Passos Coelho, Fredrik Reinfeldt und Werner Faymann im Schloss Meseberg in Brandenburg sollten Fragen zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion im Mittelpunkt stehen, teilte das Kanzleramt mit. Laut Bundesregierung sind ähnliche Treffen geplant, die genaue Zusammensetzung und die Termine sind aber noch offen.

  • 22.01.2012, 12:43 UhrAnonymer Benutzer: Somoa

    Der CDU ist der wirtschaftspolitische Sachverstand abhanden gekommen.

    Merkel wird als Steuererhöhungs-Kanzlerin in die Geschichte eingehen, die die Mittelschicht enteignet und um ihre Altersversorgung gebracht hat.

  • 21.01.2012, 01:41 UhrAnonymer Benutzer: oliver_theiler

    GO, ANGIE, GO!

    Great Britain ist ohnehin ab 2014 nur noch little Britain, wenn das Öl-land Schottland geht. Auf dieses zerbröselnde Schiff kann Europa verzichten.

  • 20.01.2012, 23:01 UhrMary

    Very british

    Was Merkel antreibt ist die britische Steuer. Frau kann ja mal ne Steuer erheben... Landet dann in Taiwan.

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