Ohne Gegenstimme
„Nordlicht“ Christine Haderthauer ist CSU-Generalsekretärin

Die aus Schleswig-Holstein stammende Rechtsanwältin Christine Haderthauer ist als erste Frau in das Amt des CSU-Generalsekretärs gewählt worden. Der CSU-Vorstand wählte die 44-Jährige einstimmig zur Nachfolgerin von Markus Söder, der als Europaminister ins Kabinett gewechselt ist.

HB MÜNCHEN. „Ich möchte ermutigen zu internem, offenen Dialog und Meinungsaustausch“, sagte die Landtagsabgeordnete in München. Eine Generalsekretärin sei zwar in der 60-jährigen Geschichte der CSU neu, aber die Aufgaben seien gleich: „Wir wollen eine starke CSU für ein starkes Bayern.“

Sie werde auf den Dialog mit der Basis setzen und besonders Frauen ansprechen, sagte die 44-Jährige. „Ich sehe mich als Botschafterin der CSU, ohne zu verkennen, dass diese auch einmal laut sprechen können muss“, sagte sie mit Blick auf Vorbehalte, ihr Auftreten sei nicht forsch genug.

CSU-Chef Erwin Huber wies Medienberichte zurück, wonach er sich selbst als General sehe und Haderthauer als Sekretärin. „Es gibt keine Arbeitsteilung, dass sie nur für die Wahlkämpfe zuständig ist. Sie ist in der vollen Verantwortung.“ Haderthauer, die aus der Kommunalpolitik kommt und seit 2003 im Landtag sitzt, werde die CSU auch bundespolitisch vertreten.

Der Parteichef hatte seine Entscheidung für Haderthauer gegen Widerstand aus der CSU-Landesgruppe im Bundestag getroffen. Auch Ministerpräsident Günther Beckstein bevorzugte ursprünglich einen Bundestagsabgeordneten als Generalsekretär. Haderthauer wurde 1962 in Neumünster geboren, ging zum Studium nach Bayern und lebt heute in Ingolstadt.

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