Olympische Spiele in Pyeongchang Nordkorea wohl in Südkorea dabei

Berichten zufolge kündigt Nordkorea die wahrscheinliche Entsendung von Eiskunstläufern zu den Winterspielen an. Der US-Außenminister sieht Anzeichen dafür, dass Pjöngjang auch im Atomstreit gesprächsbereit sein könnte.
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Der nordkoreanische Vertreter beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erklärte, dass sein Land wahrscheinlich an den olympischen Spielen im Süden teilnehmen werde. Quelle: dpa
Chang Ung

Der nordkoreanische Vertreter beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erklärte, dass sein Land wahrscheinlich an den olympischen Spielen im Süden teilnehmen werde.

(Foto: dpa)

TokioNordkorea wird laut einem Vertreter wahrscheinlich nächsten Monat an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Japanischen Medienberichten zufolge sagte der nordkoreanische Vertreter beim Internationalen Olympischen Komitee, Chang Ung, sein Land werde wahrscheinlich ein Eiskunstlauf-Paar entsenden. US-Außenminister Rex Tillerson sieht Anzeichen für eine Annäherung.

Ung hat die Ankündigung den Berichten zufolge am Samstag im Gespräch mit Reportern am Pekinger Flughafen gemacht. Die Agentur Kyodo News und der Sender NHK berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass Ung auf dem Weg in die Schweiz sei, wo er IOC-Vertreter treffen könnte. Die Eiskunstläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik sind die einzigen nordkoreanischen Sportler, die sich qualifiziert haben.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahresansprache angeboten, eine Delegation zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang zu entsenden. Es war nicht klar, ob damit Sportler oder Beamte gemeint waren. Nord- und Südkorea haben vereinbart, ab Dienstag an der gemeinsamen Grenze Gespräche über das Sportereignis abzuhalten. Gespräche zwischen den beiden verfeindeten Staaten sind rar.

Vor den Berichten über Ungs Ankündigung sagte Tillerson der Nachrichtenagentur AP in einem Interview, Nordkoreas Gesprächsbereitschaft könne ein Anzeichen dafür sein, dass Pjöngjang auch im Atomstreit bereit ist, auf seine Widersacher zuzugehen. „Ist das der Beginn von etwas? Ich denke, es ist verfrüht“, sagte er. „Wir werden sehen, ob die Nordkoreaner mit mehr kommen, als nur über Olympia sprechen zu wollen.“

Das Treffen zwischen Nord- und Südkorea sei ein Hinweis darauf, dass die von den USA angeführten Bemühungen, Nordkorea zu isolieren, wirkten, sagte Tillerson. „Es ist ein Anzeichen, dass die Druckkampagne seine Führung, das Regime in Nordkorea, dazu bringt, zu beginnen, darüber nachzudenken, „dies kann nicht ewig weitergehen““, sagte er. Das Treffen könne für Nordkorea ein Mittel sein, um zu sagen, dass das Land gerne einige Diskussionen führen würde, sagte Tillerson.

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