Online-Bewerbungen möglich
"Virtueller Arbeitsmarkt" unter Beschuss

Der von der Bundesanstalt für Arbeit geplante "Virtuelle Arbeitsmarkt" hat bislang keine Akzeptanz gefunden. Betreiber privater Online-Jobbörsen stellten die Jobbörse völlig in Frage, weil es rund 400 funktionierende Online-Stellenmärkte gebe.

HB NÜRNBERG. Nach der Kritik einzelner Unternehmen hat am Dienstag auch der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Forum e.V., in Köln die zentrale Säule der Bundesanstalts-Reform in Frage gestellt. Gespräche der Bundesanstalt mit großen deutschen Internet-Jobbörsen über eine Kooperation waren Ende August gescheitert.

„Es gibt mehr als 400 funktionierende Online-Stellenmärkte in Deutschland und keinen Bedarf, mit über 50 Mill. Euro Steuergeldern noch einen weiteren zu schaffen“, kritisierte der Leiter der Initiative Arbeitsmarkt im Verband, Kai Deininger. Nach Einschätzung des Internetverbandes komme der „Virtuelle Arbeitsmarkt“ der Bundesanstalt dem Versuch gleich, das vor zehn Jahren verloren gegangene Vermittlungsmonopol des Arbeitsamtes im Internet zurückzugewinnen.

Die Bundesanstalt will mit dem „Virtuellen Arbeitsmarkt“ die Besetzung freier Stellen beschleunigen. Arbeitssuchende sollen dabei künftig über die Internet-Adresse „www.arbeitsamt.de“ Zugriff auf die Angebote von 400 Jobbörsen erhalten. Ein Job-Agent soll für einzelne Arbeitslose das Internet nach passenden Angeboten durchsuchen und die Betroffenen dann per Post, Fax, E-Mail oder Handy über entsprechende Offerten unterrichten, erläuterte ein BA-Mitarbeiter. Auch Online- Bewerbungen seien damit möglich.

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