Online-Jobbörse: Einleitung eines Ermittlungsverfahrens möglich
Wieder Unruhe in der Bundesagentur

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Kostenexplosion beim Internet-Stellenmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA).

HB NÜRNBERG. Die Kostenexplosion beim so genannten Virtuellen Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA) beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Nach BA-Angaben hatten neue Berechnungen ergeben, dass bis 2008 Kosten von rund 165 Mill. € anfallen würden. Ursprünglich waren 65 Mill. € veranschlagt worden.

Ermittlungen seien aber noch nicht eingeleitet, sagte Obstaatsanwalt Wolfgang Träg. Die Prüfung richte sich auch nicht gegen eine konkrete Person. „Es geht auch nicht um Bestechung.“

Intern gehe die BA aber auch einem Bestechungsverdacht nach, sagte BA-Sprecherin Bettina Schmidt. Die Innenrevision untersuche derzeit die Vergabepraxis nach möglichen Ungereimtheiten. „Dabei ist alles möglich - dass alles korrekt gelaufen ist oder nicht“, sagte sie. Der neue BA-Chef Frank-Jürgen Weise hatte am Mittwoch wegen technischer Mängel und finanzieller Risiken den Ausbau der Internet- Stellenbörse gestoppt und Projektleiter Jürgen Koch von seinen Aufgaben entbunden.

Den Anstoß zu den Vorermittlungen hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Bundesagentur selbst gegeben. Am vergangenen Montag habe seine Behörde eine Mitteilung der BA-Innenrevision erhalten. Die BA-Vertreter hätten sich bei ihrem Verdacht auf einen anonymen Hinweis im Zusammenhang mit dem Ausbau des Virtuellen Arbeitsmarkts bezogen.

Seite 1:

Wieder Unruhe in der Bundesagentur

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%