Opel-Drama
Obama will von nichts gewusst haben

Auch einen Tag nach der Ankündigung des Autokonzerns GM Opel nicht verkaufen zu wollen, überschlagen sich die Ereignisse. Indirekt meldete sich nun auch US-Präsident Obama zu Wort: Er sei nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen, erklärte er gegenüber Bundeskanzlerin Merkel am Telefon. Auch der russische Präsident Putin meldete sich unterdessen zu Wort.
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US-Präsident Barack Obama ist angeblich von der Entscheidung des GM-Verwaltungsrats überrascht worden, die deutsche Tochterfirma Opel doch nicht zu verkaufen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm erklärte am Donnerstag in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe mit Obama über General Motors gesprochen. Obama habe in dem am Mittwochabend geführten Telefonat bestätigt, "dass er in die GM-Verwaltungsratsentscheidung nicht eingebunden war", sagte Wilhelm.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den Druck auf den US-Autokonzern General Motors (GM) nach dem geplatzten Opel - Verkauf erhöhen. Merkel habe mit US-Präsident Barack Obama telefoniert, teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Donnerstag mit. "Die Bundeskanzlerin wies darauf hin, dass die Bundesregierung darauf dringen werde, dass General Motors schnellstmöglich eine neue Konzeption zu Opel vorlegt und der Brückenkredit bis Ende November zurückgezahlt wird." Obama habe in dem Telefonat vom Mittwochabend bestätigt, dass er in die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats "nicht eingebunden war". Merkel und Obama vereinbarten, sich zum Thema Opel laufend abzustimmen.

Unterdessen kritisierte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin die USA für ihren Umgang mit den europäischen Partnern kritisiert. Die Absage verletze die russischen Interessen nicht, sagte Putin am Donnerstag. Sie zeige jedoch, dass die Amerikaner ihre ganz eigene Kultur in solchen Dingen hätten. "Dieser höhnische Umgang betrifft allerdings vor allem die Europäer, nicht uns", fügte er hinzu. Russland werde seine Lehren aus dem Vorgang ziehen.

Der US-Autobauer hatte den Verkauf Opels an ein Konsortium aus dem kanadischen Zulieferer Magna und der russischen Sberbank nach monatelangen Verhandlungen im letzten Moment abgesagt. "GM hat niemanden vorgewarnt, mit niemandem gesprochen (...) trotz aller getroffener Vereinbarungen und unterschriebener Dokumente", sagte Putin. "Nun, ich denke, das war ein gutes Lehrstück."

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  • @ aruba (1)

    "Ein US Praesident hat nur an das Wohl seines Landes zu denken. basta."

    Das haben unsere Heiopeis noch nicht begriffen, die glauben immer noch an das Gute im Menschen. Das nicht stattgefunde Panzergeschäft mit dem Leo läßt grüßen.

    Wie sagt schon immer Dagobert Duck: im Geschäft ist alles erlaubt.

  • Guten Tag,......mann moege mir vorwerfen ich sei zynisch jedoch habe ich aehnliche Geschichten schon vor Jahrzehnten bei Ford Jenk in belgien gesehen. Auch bei den Stahlwerken in Charleroi und Liège. Gehen sie nach Detroit, das darf nie wieder passieren . Was in belgien im Kleinen passiert ist; ganze Staedte sind im Elend versunken; genau das will Obama bei sich zu Hause verhindern. Er ist Praesident von Amerika. Nicht einmal der Schlechteste. Seien wir ehrlich, Gegewehr oder Affront haben keinerlei Chance. Der Wind weht aus Westen. Dies gilt auch fuer den Airbus-Auftrag des Pentagon. ich fresse 2 besen am Stueck wenn Airbus die Tanker-Voegel wirklich bauen darf.......es wird solange Gewurstelt bis boeing den Auftrag hat.....Schei..egal wie. Ein US Praesident hat nur an das Wohl seines Landes zu denken. basta. besten Dank

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