Opel-Werk in Bochum
Bundestag fordert Erhalt der Arbeitsplätze

Opposition und Koalition sind sich einig: General Motors muss alles für den Erhalt der Arbeitsplätze des Opel-Werkes in Bochum tun. Der Staat könne dabei aber nicht behilflich sein, betonte die Bundesregierung.
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BerlinPolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien haben den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) aufgefordert, auf betriebsbedingte Kündigungen am Standort Bochum zu verzichten. In einer Aktuellen Stunde warfen Vertreter von Koalition und Opposition dem US-Konzern am Donnerstag schwere Managementfehler vor. Die Bundesregierung bekräftigte aber, der Staat könne solche Fehler nicht auffangen.

Die Regierung könne schon allein aus beihilferechtlichen Gründen nicht mit Bürgschaften oder Krediten für Opel in den Wettbewerb eingreifen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Brauksiepe (CDU). „Wer das suggeriert, streut den Menschen Sand in die Augen!“ Man könne GM aber beim Wort nehmen und verlangen, dass der Konzern alle Chancen für den Erhalt des Standortes und den Ausbau der Komponentenförderung nutze. „Wir erwarten, dass alles getan wird, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern!“

General Motors (GM) hatte am Montag angekündigt, die Autoproduktion in Bochum 2016 einzustellen. Die Opposition hatte die Bundesregierung daraufhin aufgefordert, den Beschäftigten zur Hilfe zu kommen. In der Aktuellen Stunde rief die Linke Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, Opel zur Chefsache zu machen und Gespräche mit dem Management zu führen. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil warf der Bundesregierung vor, sie habe es schon vor Jahren versäumt, Investoren zu finden und die Opel-Standorte zu stützen.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Opel-Werk in Bochum: Bundestag fordert Erhalt der Arbeitsplätze"

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  • Man merkt eigentlich immer mehr, dass die alle, die da durch den Bundestags geistern, strunzdumm sind und vom Geschäftsleben keinerlei Ahnung haben
    Wenn ein amerikan. Unternehmen, was bei uns Zweigstellen hat, beschließt den Laden dicht zu machen, weil er sich nicht rentiert, dann ist das einzig und alle Sache des Eigners und der sitzt nun mal in den USA.
    Was würden wir denn umgekehrt sagen, wenn wir in Spanien oder sonstwo einen Betrieb schließen, weil er sich nicht mehr rentiert und die span. Regierung würde auf uns losgehen?
    Meine Güte, wie dämlich muß man denn sein um solche Dinge nicht zu kapieren.
    Vielleicht findet sich ja ein Investor, der Opel dem Konzern GM komplett abkauft, dann wäre das Unternehmen wieder deutsch und könnte weitermachen, fragt sich allerdings wie lange
    Sollen usnre Politiker doch mal ein paar Reiche fragen, sie sind ja mit genügend von solchen Typen befreundet

  • Mann könnte den Spiess auch mal umdrehen und an GM appelieren, die mögen doch den Bundestag retten....weil dieser verkommene Haufen sich nicht mehr lange halten kann...vielleicht haben die eine Aufnahmemöglichkeit bei den Mormonen...die Zonenwachtel als Pfaffe könnte dem Klüngel dort den Weg weisen !

  • O-Ton Linke
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    In der Aktuellen Stunde rief die Linke Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, Opel zur Chefsache zu machen und Gespräche mit dem Management zu führen.
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    Als ob so etwas Aufgabe einer Regierung wäre.

    Die Linke glaubt wohl wir wären noch immer in der "DDR".

    +++

    O-Ton SPD
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    In der Aktuellen Stunde rief die Linke Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, Opel zur Chefsache zu machen und Gespräche mit dem Management zu führen. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil warf der Bundesregierung vor, sie habe es schon vor Jahren versäumt, Investoren zu finden und die Opel-Standorte zu stützen.
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    Der Genosse Heil erinnert sich anscheinend nicht mehr daran, daß 2008 eine Opelrettung mit ausländischen Investoren bereits von der Bundesregierung vorbereitet worden war.

    Bloß hat General Motores dann schließlich abgelehnt.

    ...

    Aber egal - der geistig minderbemittelten Wählerschaft der Genossen Heil wird das gewiß nicht auffallen.

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