Opfer sollen Tat nicht durch Mehrfach-Aussage "doppelt erleben" müssen
Mehr Schutz für die Opfer von Straftaten

Die Opfer von Straftaten sollen künftig rechtlich besser geschützt werden. Ein Gesetzentwurf, der Donnerstag im Bundestag auf den Weg gebracht worden ist, erlaubt zum Beispiel die Videoaufzeichnung von Zeugenvernehmungen.

HB BERLIN. Der Bundestag brachte am Donnerstag ein entsprechendes Opferrechtsreformgesetz auf den Weg. Demnach sollen Opfer ihre Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche künftig im Strafverfahren geltend machen können. Sie könnten sich so einen zusätzlichen Gang vor ein Zivilgericht sparen, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Zudem erlaube das Gesetz die Videoaufzeichnung von Zeugenvernehmungen.

Die neuen Bestimmungen sollen Opfer auch davor schützen, während eines Strafverfahrens mehrfach aussagen zu müssen und sich damit besonderen Belastungen auszusetzen. Damit sollten vor allem Opfer schwerer Gewalt- oder Sexualdelikte davor bewahrt werden, die Tat durch wiederholte Vernehmungen „doppelt erleben zu müssen“, sagte Grünen-Politikerin Irmingard Schewe-Gerigk. Außerdem sollen Opfer mehr Informationsmöglichkeiten erhalten und beispielsweise Bescheid bekommen, wenn die Beschuldigten aus der Haft entlassen werden.

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