Opposition startklar
Hessische Landtagswahl völlig offen

In einem halben Jahr wählt Hessen seine neue Regierung. Schwarz-Gelb und Rot-Grün haben die Lager formiert. Ungewiss ist, ob die Kanzlerkandidaten ihren Leuten im Land helfen können wird.
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WiesbadenEin halbes Jahr vor der Landtagswahl in Hessen steigt die Spannung - davon zeugt auch der aggressive Ton zwischen Regierung und Opposition im Landtag in dieser Woche. Am 22. September wird gewählt - nach dem Willen der CDU/FDP-Landesregierung zeitgleich mit der Bundestagswahl.

Schwarz-Gelb erhofft sich Rückenwind von Kanzlerin Angela Merkel, da die Wiesbadener Koalition in Umfragen zuletzt deutlich im Hintertreffen war. Zahlen des Hessischen Rundfunks vom Dezember zeigten eine Mehrheit für SPD (31 Prozent) und Grüne (18). Die CDU als stärkste Partei (36 Prozent) musste zur Jahreswende um den Wiedereinzug des Partners FDP (4 Prozent) in den Landtag bangen.

Die Liberalen sind zwar tief gestürzt, haben aber entgegen den Umfragen auch in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen. Damit ist das Rennen der politischen Lager auch in Hessen offen. FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn will „mindestens 9,9 Prozent“ holen.

Die seit 15 Jahren regierende CDU mit Ministerpräsident Volker Bouffier an der Spitze steckt derzeit in der Defensive. Sie muss verdauen, dass sie nach Frankfurt unerwartet auch noch den Oberbürgermeisterposten in Wiesbaden an die SPD verloren hat. Mit einem engagierten Wahlkampf hebelte SPD-Herausforderer Sven Gerich den durchaus erfolgreichen CDU-OB Helmut Müller aus.

Man müsse die Stammwähler wieder stärker mobilisieren, lautet die Analyse von Fraktionschef Christean Wagner. Dazu passt, dass die CDU ihren Wahlkampf der Frankfurter Agentur Gorilla XL anvertraut, die auf Werbung für die ältere Generation spezialisiert ist.

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  • Und die AfD kann die Mehrheiten noch massiv durcheinanderwirbeln. Nichts ist mehr sicher, weder der Euro noch die EU-Diktatur. Bürger, wacht endlich auf!

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