Option Große Koalition
CDU-Vorstandsmitglied lockt SPD mit Rentenreform

Nach dem Jamaika-Aus wird wieder über die „Option GroKo“ spekuliert. CDU-Bundesvorstandsmitglied Mike Mohring lockt die Sozialdemokraten mit einer umfassenden Rentenreform – einschließlich Solidarrente.
  • 2

BerlinCDU-Bundesvorstandsmitglied Mike Mohring hat der SPD im Falle einer erneuten großen Koalition eine umfassende Rentenreform in Aussicht gestellt. „Ich könnte mir vorstellen, dass man der SPD anbieten könnte, zusammen in einer großen Koalition eine Rentenreform umzusetzen und nicht nur in einer Kommission zu beraten“, sagte der thüringische CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Damit kommt erstmals aus der Union ein inhaltlicher Vorschlag, was man der SPD konkret anbieten könnte, wenn sie doch noch die Bildung einer großen Koalition akzeptiert: „Das schließt den SPD-Vorschlag zur Einführung einer gesetzlichen Solidarrente, die über dem Niveau der Grundsicherung liegt, ausdrücklich mit ein“, sagte Mohring. „Das kann eine große Koalition besser als jedwede andere Koalition.“

Die SPD lehnt bisher die Bildung einer neuen Koalition mit CDU und CSU kategorisch ab. In ihrem Wahlprogramm hatten die Sozialdemokraten eine Solidarrente für diejenigen gefordert, die 35 Jahre Beiträge gezahlt haben, aber keine ausreichende Anzahl an Renten-Entgeltpunkten und kein umfangreiches sonstiges Einkommen haben. Dies zielt auf niedrige Einkommensgruppen, aber auch Alleinerziehende.

So sollen auch Zeiten für Kindererziehung und Pflege mitangerechnet werden. Die Solidarrente soll nach Vorstellung der SPD zehn Prozent über dem durchschnittlichen Grundsicherungsanspruch am Wohnort liegen. Damit würden regional unterschiedliche Wohnkosten berücksichtigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Option Große Koalition: CDU-Vorstandsmitglied lockt SPD mit Rentenreform"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Jetzt wird es in der Politik schmutzig. Das Gabriel der Schulz schon das ganze Jahr hinter den Kulissen gestört hat macht jetzt natürlich weiter. Das Gabriel weiter AM bleiben will weiß jeder und so hat Gabriel seine Truppen mobilisiert und auch mit Merkel schon Geheimgespräche geführt. Es soll hin zur Groko gehen.

    Da hat zum Beispiel Olav Scholz BM in Hamburg vor ein paar Tagen eine Groko
    völlig ausgeschlossen. Schon springt ein Jüngling von Gabriel nach vorne
    Johannes Kahrs MDB aus Hamburg und stellt sich in den Vordergrund für Gespräche . Dazu muss man wissen das Johannes Kahrs in Hamburg mit Metin Hackverdi MDB SPD einen Aufstellungskampf von Plakaten in Hamburg ihren Wahlkreisen das ganze Jahr betreiben. Als Hackverdi dann auch noch vor meiner Tür stand , war das Fass voll. Also Kahrs hat Scholz jetzt an die Wand gedrückt.

    Das es jetzt auch um Schulz geht ist anzunehmen . Hoffentlich bleibt er Stark was ich
    aber nicht Glaube . Die SPD ist Macht geil und so kann es kommen das es bald heißt:

    Es gibt Sondierungsgespräche mit der Union , der Wähler hat es so gewollt.
    Nach Einigung wird nach 5 Minuten die erste bundesweite Umfrage fertig sein und siehe da, über 65 % der Deutschen wollten eine Groko mit Merkel und Gabriel .

    Man kann zu Schulz so oder so stehen, aber das hat er nicht verdient. Die Komödie von Gabriel und Merkel müsste von den Medien aufgearbeitet werden , je nachdem wo sie heute politisch stehen.

  • Eine Rente für Pleitiers und Bordsteinschwalben ist vorrangig, sonst geht gar nichts.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%