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Ordentlicher Überschuss: Sozialversicherungen verzeichnen Milliarden-Plus

Trotz schwacher Konjunktur haben die Sozialkassen im ersten Halbjahr 2012 einen ordentlichen Überschuss erzielt. Einem Medienbericht zufolge soll sich die Finanzlage des Gesundheitssystems aber nochmals verbessern.

In der Pflegeversicherung kam ein Überschuss von 100 Millionen Euro zustande. Quelle: dpa
In der Pflegeversicherung kam ein Überschuss von 100 Millionen Euro zustande. Quelle: dpa

Wiesbaden/BerlinTrotz schwacher Konjunktur haben die Sozialkassen im ersten Halbjahr 2012 einen Milliardenüberschuss erzielt. Die Sozialversicherungen verzeichneten von Januar bis Juni dieses Jahres einen Finanzierungsüberschuss von 4,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 800 Millionen Euro mehr als im ersten Halbjahr 2011.

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Die Krankenversicherung verbuchte dabei ein Plus von 2,2 Milliarden Euro, die Rentenversicherung von 1,0 Milliarden Euro. In der Pflegeversicherung summierte sich der Überschuss auf 100 Millionen Euro. In der Arbeitslosenversicherung ergab sich aufgrund der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ein Plus von 1,2 Milliarden Euro.

Insgesamt lagen die Einnahmen der Sozialversicherungen im ersten Halbjahr bei 262 Milliarden Euro, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ursächlich hierfür sei vor allem die wachsende Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter, erklärten die Statistiker.

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Die Finanzlage im Gesundheitssystem wird sich einem Zeitungsbericht zufolge nochmals erheblich verbessern. Nach Berechnungen des Schätzerkreises der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Überschuss im Gesundheitsfonds bis Ende des Jahres auf zwölf Milliarden Euro ansteigen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ aus Kreisen Beteiligter erfuhr. Dies seien drei Milliarden Euro mehr als noch bei der letzten Schätzung erwartet.

Für das kommende Jahr rechneten die Fachleute des Gesundheitsministeriums, der Krankenkassen und des Bundesversicherungsamtes mit einem weiteren Anstieg um nochmals drei auf dann 15 Milliarden Euro.

Gründe seien die andauernd gute Beschäftigungslage sowie Gehaltserhöhungen, die sich in höheren Kassenbeiträgen niederschlügen, hieß es demnach. In den Zahlen seien dabei noch nicht die Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Die unerwartet guten Zahlen dürften die Debatte über eine Beitragssatzsenkung sowie eine Abschaffung der Praxisgebühr anheizen.

  • 11.10.2012, 13:17 UhrMaWo

    @ MaWo Korrektur:
    1,5% vom normalen Bürger und 2,5% von "Reichen".

  • 11.10.2012, 13:15 UhrMaWo

    Eine Reform unter der Prämissse "so viel wie nötig und so weng wie möglich" ist überfällig aber politisch nicht gewollt - und das ist der Fehler im System.
    Bereits in der 14. Legislaturperiode wurde eine ca. Halbierung des Beitraghes prognostiziert, wenn jeder bis zur beitragsbemessungsgrenze eingebunen würde. Käme der Millionär noch dazu dürfte der Beitrag (AG + AN) unter 4% liegen.
    Plausibel ist das auch, da im vergleichbaren australischen Gesundheitswesen 2,5% vom Einkommen und bei "Reichen" 2,5% als Beitrag gerechnet wird.

  • 11.10.2012, 11:43 Uhrsinger_I

    hätte den Kommentar genauso geschrieben. TOP!!!
    Volle Zustimmung.

    Anders als in der Rentenversicherung ist die KV ein Umlagesystem. Bei der PKV gibts für die versicherten auch Geld zurück, wenn ein Überschuss da ist.
    Also Beitragssätze zum Januar senken, damit wird die Kaufkraft jedes einzelnen erhöht und hilft dem Wachstum/Konsum.

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