Organisierte Kriminalität

Die meisten Straftaten gibt es im Internet

Das Bundeskriminalamt präsentiert neue Zahlen zur Organisierten Kriminalität. Das Internet wird zum Umschlagplatz Nummer eins von Kriminellen weltweit. Vergehen mit Rauschgift stellen die Behörden weiter vor Probleme.
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Ein Erfolg im Kampf gegen Organisierte Kriminalität kann die Polizei in diesem Jahr nicht verbuchen. Die Probleme bleiben dieselben. Quelle: dpa
Polizei präsentiert Waffen

Ein Erfolg im Kampf gegen Organisierte Kriminalität kann die Polizei in diesem Jahr nicht verbuchen. Die Probleme bleiben dieselben.

(Foto: dpa)

BerlinDie Zahl der Ermittlungsverfahren im Bereich der organisierten Kriminalität hat sich im vergangenen Jahr in Deutschland kaum verändert. Im Jahr 2015 führten die Behörden 566 Verfahren, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Vorjahr lag die Zahl mit 571 auf ähnlichem Niveau. Mehr als ein Drittel der Verfahren entfiel auf Rauschgiftkriminalität. Danach folgten die Eigentums- und die Wirtschaftskriminalität.

Die Täter agieren laut BKA zunehmend im Internet. Zudem wird die organisierte Kriminalität in Deutschland stark von international agierenden Gruppen geprägt. 80 Prozent der Ermittlungsverfahren weisen den Angaben zufolge internationale Bezüge auf. Der Anteil der Deutschen an den insgesamt 8675 Tatverdächtigen sank demnach auf gut ein Drittel. Zwei Drittel der Verdächtigen sind ausländische Staatsangehörigen.

„Bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität ist die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode entscheidend vorangekommen. Gemeinsam mit den Ländern haben wir mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle beim BKA die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität besser aufgestellt. Erste Erfolge dieses koordinierten Vorgehens werden wir hoffentlich nächstes Jahr sehen können.“, sagte de Maizère bei der Pressekonferenz am Freitag.

Ein zentrales Instrument zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität sei die außerdem Vermögensabschöpfung, so de Maizère weiter. Die Bundesregierung brachte in diesem Jahr eine Gesetzesreform auf den Weg, die es den Sicherheitsbehörden erlaubt, Vermögen unklarer Herkunft künftig einzuziehen, auch wenn die konkrete Straftat, aus der die Gelder gewonnen wurden, nicht nachweisbar ist.

  • afp
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