OTE
Gewinneinbruch bei griechischer Telekom

Der Nettogewinn der griechischen Telekom-Tochter OTE ist um 54 Prozent gesunken. Grund ist laut dem Unternehmen die massive Abwanderung von Kunden. Der Aktienkurs von OTE blieb jedoch stabil.
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Athen Die griechische Tochter der Deutschen Telekom OTE hat infolge der massiven Abwanderung von Kunden überraschend einen Gewinneinbruch verbucht. Angesichts millionenschwerer Entlassungskosten brach der Nettogewinn im ersten Quartal um 54 Prozent auf 30,2 Millionen Euro ein, wie die größte südost-europäische Telekommunikationsfirma am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit 59,9 Millionen Euro gerechnet.

"Weil die Umsätze Anzeichen einer Stabilisierung zeigen und kosteneinsparende Maßnahmen zu wirken beginnen, erwarten wir später im Jahr eine Verbesserung der Ergebnisse", sagte Unternehmenschef Michael Tsamaz. Die Anleger in Athen schien das zu überzeugen: Trotz der enttäuschenden Geschäftsergebnisse hielt sich der OTE-Aktienkurs stabil.

Das frühere Monopol-Unternehmen, das zu 30 Prozent der Deutschen Telekom gehört, verlor im vergangenen Jahr etwa ein Zehntel seiner Festanschluss-Kunden auf seinen beiden größten Märkten. Im krisengeschüttelten Griechenland und in Rumänien entließ OTE in der Folge insgesamt 1600 Mitarbeiter, was dem Unternehmen Kosten von insgesamt 40 Millionen Euro verursachte. Telekom-Chef Rene Obermann kündigte an, die Kosten bei der griechischen Tochter müssten erheblich gesenkt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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