Oxfam-Bericht
Hilfe für Syrien-Flüchtlinge „völlig unzureichend“

Die Hilfsorganisation Oxfam sieht die internationalen Anstrengungen in der Flüchtlingskrise als unzureichend an. In einem aktuellen Bericht wird auch von Deutschland mehr Einsatz gefordert.

BerlinDie internationale Hilfe für Syrien-Flüchtlinge ist nach Ansicht der Hilfsorganisation Oxfam „völlig unzureichend“. Die internationalen Anstrengungen zur Lösung des Konflikts in dem Bürgerkriegsland erschienen „oberflächlich und unaufrichtig“, kritisierte Oxfam in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die finanziellen Hilfen reichten nicht aus, um Syrien-Flüchtlingen ein Leben in Würde und Sicherheit zu garantieren.

Die Ankündigungen vieler Länder, Flüchtlinge über so genannte Resettlement-Programme aufzunehmen, haben sich laut Oxfam vielfach als Lippenbekenntnisse erwiesen. Bislang hätten über diese Programme nur 17.000 Menschen eine sichere Zuflucht vor der Gewalt in ihrer Heimat finden können.

Oxfam warnte davor, dass sich die syrische Flüchtlingskrise weiter ausweiten und vertiefen werde. Die internationale Gemeinschaft müsse deshalb ihre Anstrengungen zur Lösung des Konflikts und zur Unterstützung der Flüchtlinge massiv verstärken. „Die meisten reichen Staaten ignorieren die unüberhörbaren Alarmsignale“, erklärte Jörn Kalinski von Oxfam Deutschland. „Die internationale Hilfe stagniert, es fehlt der politische Wille, Gelder zu gewähren und Flüchtlinge aufzunehmen.“

Deutschland leiste im internationalen Vergleich bereits viel, bilanzierte Kalinski. Es könnte „gemessen an seiner Wirtschaftskraft bei der Finanzierung der Nothilfe in Syrien und den Nachbarländern aber noch mehr tun“.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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