Pannen-Flughafen BER

Wowereit will Wowereit beerben

Der Anfang des Jahres vielgeschmähte Berliner Bürgermeister Wowereit soll wieder den Aufsichtsrat des Pannenflughafens Berlin Brandenburg führen. Das Gremium könnte ihn heute Vormittag erneut ins Spitzenamt wählen.
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Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit steht am 12.05.2012 beim Publikumstag auf dem Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg Willy Brandt. Er übernimmt wieder die Aufsichtsratsspitze. Quelle: dpa

Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit steht am 12.05.2012 beim Publikumstag auf dem Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg Willy Brandt. Er übernimmt wieder die Aufsichtsratsspitze.

(Foto: dpa)

BerlinDer Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg trifft sich am Freitag erneut, um über den Stand des Projekts Hauptstadtflughafen zu beraten. In der Sitzung in einem Hotel in Motzen südlich von Berlin wird möglicherweise Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wieder zum Chef des Kontrollgremiums gewählt. Darauf hätten sich die Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg am Donnerstag verständigt, berichtete der „Tagesspiegel“. Einen anderen Kandidaten gab es ohnehin nicht.

Wowereit war bereits von 2008 bis Anfang 2013 Aufsichtsratschef. Unter dem Eindruck scharfer Kritik nach der Absage der Flughafen-Eröffnung im Januar gab er den Posten an den damaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck (SPD), ab. Der wiederum trat im August aus Gesundheitsgründen zurück, worauf Wowereit kommissarisch wieder an die Spitze des Aufsichtsrats rückte.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn kündigte vor der Aufsichtsratssitzung am Freitag an, die Vorbereitungsphase für die Inbetriebnahme des Airports wieder in Gang zu setzen. Spekuliert wird weiterhin über höhere Kosten. Zugleich ist offen, ob der Aufsichtsrat seinen amtierenden Vorsitzenden, den Berliner Regierungschef Klaus Wowereit (SPD), am Freitag wieder offiziell ins Amt wählt.

Mehdorn sagte dem Touristik-Fachmagazin FVW: „Es gibt ein vorgeschriebenes Verfahren von der ICAO, das ist in einem Inbetriebnahmeprozess zusammengefasst. Und den setzen wir ab Januar 2014 wieder auf.“ Die ICAO ist die internationale Organisation der zivilen Luftfahrt.

Flughafenbetrieb wird von Mitarbeitern getestet
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12 Kommentare zu "Pannen-Flughafen BER: Wowereit will Wowereit beerben"

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  • Hier einen Vergleich mit der Ukraine zu ziehen liegt ein wenig fern.

  • Das Witzige oder eher Erschreckende daran ist, daß wir als Volk eignetlich wie gerade in der Ukraine zu Hunderttausenden auf der Strasse sein müßten und gegen diesen Wahnsinn zu kämpfen.
    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es ist unfaßbar, dieser Mann hat nachhaltig bewiesen, daß er für diese Position absolut ungeeignet ist und jetzt wird er wieder in Amt und Würden gesetzt.
    Ist alles egal, das Steuervolk muß nur kräftig ausgemistet werden.

  • Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Er war vorher schon ahnungslos und wird es auch jetzt bleiben, da sich ja nichts verändert hat - weder beim Flughafen noch bei ihm. Ein teures Theaterspiel, finanziert vom Steuerzahler.

  • Bravo, der Flughafen wird nie fertig:)

  • Na denn ... Proooost !

  • wie treffend !!

  • Deutschland ist eben eine Beamten-Diktatur. Was will man denn erwarten, wenn man Leute mit Milliarden spielen lässt ohne das nur ein Fünkchen Verantwortung übernommen werden muss. Als 2008 die Finanzkriese los ging, haben doch die Geldvernichter wie Wowi, Beck oder Trittin al lautesten nach Haftungsregelungen für BankenManager und Manager gerufen. Wo ist die Haftung für die Politiker und Spitzenbeamte? Wie konnte es sein, dass die Berliner Finanzverwaltung so ein Projekt genehmigt? Unternehme und Bürger haften für alles was Sie tun und Banken und der Staat sind ausgenommen. Und es ist ja nicht nur Berlin mit dem Flughafen was solche Hirnverbrannten Zustände hat. S21, der Nürnburgring, die Elbphilharmonie, die Kölner Philharmonie. Und in NRW wird jetzt ein Kommunaler Ausgleich eingeführt. Das für zum Beispiel zu einer Situation das die kleine Stadt Monheim, die die letzten Jahre gut gewirtschaftet hat nun Ihr ganzen Ersparte abgeben muss um der völlig verschuldeten Stadt Essen ein neue Stadion für einen VIERTLIGAVEREIN zu bauen. Also ob es nichts wichtigeres und notwendigeres gäbe. Alle haben sich über die Pleite von Detroit aufgeregt wie die Amis so herzlos sein können. Wenn man sich aber die Politikgeschtalten so ansieht bliebt doch kein anderer Weg! Berlin sollte pleite gehen! Das Ruhrgebiet auch! Damit die Beamten mal sehen, dass es nicht so geht. Denn was ist das sonst als Dekadenz, wenn in der Elbphillarmonie Klobürsten für 400€ das Stück verbaut werden sollen?

  • Es ist ja bekannt, dass ein bestimmter TYPUS Mensch zur Selbstueberschaetzung neigt und nicht mehr in der Lage ist sein tun und handeln zu kontrollieren. Der Mann gehoert zum Psychater und wir als Souveraen gehoeren auf die Strasse um diesen Unsinn der da mit unseren Steuergeldern geschieht zu stoppen.Diese Republik entwickelt sich zu einer der Koruptesten weltweit.

  • Es wäre, nach meiner Meinung, ein "Armutszeugnis" für Berlin, Brandenburg und den Bund, wenn Klaus Wowereit erneut den Aufsichtsratsvorsitz übernähme. Nach all dem Schaden, den er in der Vergangenheit dem BER und somit Berlin selbst und letztlich auch dem Ansehen der Bundesrepubublik Deutschland im Ausland, beigebracht hat, soll er nun wieder "belohnt" werden? Das Wort "Skandal" trifft es hier nicht im Mindesten! Wenn Herr Wowereit auch nur einen Funken Anstand und Respekt gegenüber uns Bürgern hätte, würde er sich gar nicht erst zur Wahl stellen. Aber offenbar geht es hier, wieder einmal, nur um Macht, Kontrolle und persönlichem Geltungsbedürfnis.
    Ich bin mir sicher, daß jeder halbwegs fähige Manager den Job des Aufsichtsratsvorsitzenden besser leisten könnte. Ein Versuch wäre es wert; schlimmer kann es kaum kommen!

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