
BerlinDer deutsche Theologieprofessor Josef Ratzinger besucht als Papst Benedikt XVI. nicht nur seine katholische Heimat in Bayern, sondern mit Erfurt gewissermaßen auch das Kernland der Reformation und mit Berlin gewiss kein Kernland des Christentums. Nun ist es mit der alltäglichen Religiosität in Deutschland zwar nicht mehr weit her, aber immerhin werden in jüngster Zeit angesichts der Finanz- und Schuldenkrisen christliche Lehren in der Öffentlichkeit wieder mehr gehört.
Das Oberhaupt des römischen Kirchenstaats darf sogar im Deutschen Bundestag sprechen. Benedikt XVI. wird gewiss auch zur Wirtschaftskrise und zum gefährlichen Streben nach dem Mammon etwas sagen, was gehört werden wird.
Schaut man genauer hin, dann stellt man freilich fest, dass die christlichen Kirchen in Deutschland nicht auf Nachhilfeunterricht durch den römischen Bischof Benedikt XVI. angewiesen sind. Sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche haben in den letzten Jahren ihr Verhältnis zum Kapitalismus modernisiert: die EKD vor allem mit ihrer Denkschrift aus 2008 "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" und die katholische Bischofskonferenz in diesem Sommer mit dem Impulstext "Chancengerechte Gesellschaft".
Diese Texte sind sich vom Grundansatz her ähnlich, und zwei der Hauptautoren haben demnächst die Gelegenheit, gemeinsam von Bayern aus Wirkung zu entfalten. Auf katholischer Seite ist es der Münchener Erzbischof Kardinal Marx. Auf evangelischer Seite wird der Bamberger Theologieprofessor Heinrich Bedford-Strohm demnächst als bayerischer Landesbischof tätig sein.

Gekostet hat der Besuch von Papst Benedikt XVI. mehrere Millionen. Für Sicherheit und Infrastruktur gaben Kirche, Staat und Kommunen große Summen aus. Und die stammten von den Gläubigen selbst - und den Steuerzahlern. Der Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September kostete allein die katholische Kirche 25 bis 30 Millionen Euro. Die Deutsche Bischofskonferenz verweist darauf, dass dennoch keine Hilfsgelder für die kirchliche Sozialarbeit und Hilfsprojekte etwa in Afrika gekürzt werden.

Das Erzbistum Berlin kalkuliert mit Ausgaben von 3,5 Millionen Euro. Die Bistümer Erfurt und Freiburg, weitere Besuchsstationen des Papstes, rechnen jeweils mit etwa elf Millionen Euro.

Getragen werden die Kosten für Altarbühnen, Pressezentren, Logistik im Wesentlichen von den drei beteiligten Bistümern, die auf eigene Mittel und zum Beispiel Einnahmen aus dem Verkauf von Souvenirs zurückgreifen. Eine Sonderkollekte zum Papstbesuch brachte bundesweit zudem etwa 1,5 Millionen Euro ein.

Doch auch Kommunen, Bund und Ländern - also dem Steuerzahler - entstehen Millionenkosten. Baden-Württemberg etwa hat für den Einsatz von 4000 Polizisten etwa fünf Millionen Euro in einem Nachtragshaushalt bereitgestellt. Ob das reicht, ist unklar.

Die Stadt Freiburg lässt sich den Papstbesuch 300.000 Euro kosten - unter anderem für ein Infotelefon und die Paradestrecke für das Papamobil.

Für den Bau neuer Wege für den Gottesdienst in Etzelsbach im Thüringer Eichsfeld stellt das Landesagrarministerium knapp 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Kosten entstehen auch für die Bestellung von Shuttle-Zügen, die Gläubige in das Eichsfeld bringen.

Die Stadt Erfurt veranschlagt rund eine Millionen Euro, vor allem für Public Viewing und die Feuerwehr. Wieviel der bisher größte Polizeieinsatz in der Thüringer Geschichte kostet, steht nach offiziellen Angaben noch nicht fest. Auch zu den Kosten für die öffentliche Hand in Berlin, wo der Bund an der Finanzierung beteiligt ist, liegen keine Angaben vor.

Die Bühne, auf der Papst Benedikt im Berliner Olympiastadion die heilige Messe feiern wird. Zur Stadionmiete möchte die Betreibergesellschaft sich nicht äußern. Gläubige, die sich rechtzeitig um eine Karte bemüht haben, kommen günstig weg: Die Tickets wurden vom Ordinariat des Erzbistums Berlin kostenlos ausgegeben. Allerdings wurde die Verteilung schon vor vier Wochen gestoppt, weil klar war: Das Stadion wird voll. Wer jetzt noch eine Karte möchte muss tief in die Tasche greifen...

Manch einem, der eine Karte ergattert hat, liegen nämlich die weltlichen Werte näher als das spirituelle Spektakel. Bei ebay werden Karten für die Papst-Messe angeboten, zwei Stück kosten bei einem Anbieter 149 Euro, bei einem anderen sogar 189 Euro. Und auch vor dem Stadion dürfte es einen Schwarzmarkt geben, auf dem Händler die eigentlich kostenlosen Tickets versilbern wollen - das erwartet die Betreibergesellschaft des Olympiastadions.
Gekostet hat der Besuch von Papst Benedikt XVI. mehrere Millionen. Für Sicherheit und Infrastruktur gaben Kirche, Staat und Kommunen große Summen aus. Und die stammten von den Gläubigen selbst - und den Steuerzahlern. Der Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September kostete allein die katholische Kirche 25 bis 30 Millionen Euro. Die Deutsche Bischofskonferenz verweist darauf, dass dennoch keine Hilfsgelder für die kirchliche Sozialarbeit und Hilfsprojekte etwa in Afrika gekürzt werden.
In ihren Texten sprechen sich evangelische wie katholische Autoren einerseits klar für freies Unternehmertum und eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung aus. Der katholische Impulstext betont immer wieder die positive Bedeutung von individueller Freiheit. Das ist in der Tradition der katholischen Soziallehre alles andere als selbstverständlich.
Und das Bekenntnis zum Unternehmertum ist auch nicht selbstverständlich angesichts der in großen Teilen inzwischen kapitalismuskritischen Basis der evangelischen Kirchengemeinden. Es wird sogar gesagt, dass Nachhaltigkeit - beide Texte sprechen von der Erhaltung der Schöpfung - nicht mit ökonomischer Stagnation verwechselt werden darf.
"Die Quandts bedauern ihre Rolle in Nazi-Deutschland"!
Und was meinen die christlichen Kirchen dazu? Mit einem einfachen mea culpa kommt mir die Kirche angesichts millionenfachen Todes nicht davon!
Offenbarungsbuch oder Buch Daniel, Kapitel 2, Verse 31-44 sagt hierzu einiges.
Und zur Evolutionstheorie versus dem Schöpfungsbericht gibt es auch sehr viel, was éinem denkenden Menschen bei näherer Betrachtung und Beleuchtung klarer werden kann.
Fakt ist: Die Kirchen haben nichts mit dem Glauben an Gott und an Jesus Christus als seinen Sohn zu tun. Jesus Christus hatte ja in Jerusalem die Geldwechsler und Opfertierhändler wütend mit Peitschenhieben aus dem Haus seines Vater vertrieben und ihnen vorgeworfen, dass sie aus seines Vaters Haus eine Räuberhöhle machen. Jesus, der Sohn Gottes über den Gott bei seiner Taufe durch Johannes den Täufer sagte, er sei sein Sohn eingeborener, geliebter Sohn und "hört auf ihn", ist damals auf einem Eselfüllen in Jerusalem eingeritten.
Die katholische Kirche ist inzwischen selbst ein Politikum geworden - wenn man bedenkt, dass Priester Soldaten gesegnet haben und vieles Weitere. Steht im Widerspruch zum Gebot Christi.
Ich jedenfalls brauche keinen Papst, um an einen Schöpfer und an seinen Sohn Jesus Christus als unserem Herrn und Retter zu glauben. Auch ist es für mich unbegreiflich, wie sich ein Gottesdiener selbst verherrlichen und sich als "Heiliger Vater" anreden lassen kann. Denn selbst Jesus, der von seinem Vater entsprechend inthronisiert war, hat nicht Ehre für sich für seine wunderbaren Taten eingefordert sondern hat darauf hingeweisen, dass dem Schöpfer allein Ehre und Danksagung und Anbetung gebührt. Steht alles in der Heiligen Schrift. Nicht jene werden meine Jünger sein, die "Herr, Herr" sagen, sondern jene, die den Willen meines Vaters tun - und dieser Wille hat der Vater den Menschen durch seine heilige Schrit mitgeteilt. Die Katholische Kirche hat im finsteren Mittelalter dafür gesort, dass Gläubige keine Bibel besitzen dürfen und somit nichts von Gottes Willen erfahren können!
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