Paris: Steinmeier unter Zechpreller-Verdacht

Paris
Steinmeier unter Zechpreller-Verdacht

Nicht jeder kennt Frank-Walter Steinmeier: In Paris stieß der deutsche Außenminister mit einer resoluten Kellnerin zusammen. Die Dame hatte den SPD-Politiker im Verdacht, die Zeche prellen zu wollen.
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ParisAußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist bei einem Paris-Besuch in Verdacht geraten, die Zeche prellen zu wollen. Nach einer Syrien-Konferenz machte der SPD-Mann am Sonntagabend auf dem Weg zum Flughafen mit seinen Leuten noch schnell Zwischenstopp im „Café de l'Esplanade“ in der Nähe der Seine. Die Bedienung erkannte ihn zwar nicht, stellte aber offenkundig fest, dass es sich um den Chef der Gruppe handeln musste.

Als Steinmeier das Café dann als einer der ersten verlassen wollte, wurde er von der resoluten Dame gestoppt. Zahlen musste er aber nicht. Die Zeche wurde von einem anderen Mitglied der Delegation beglichen.

Im Anschluss an Paris flog Steinmeier zu seinem ersten Besuch seiner neuen Amtszeit nach Israel weiter. In Jerusalem forderte er am Montag von Israelis und Palästinensern mehr „Mut“ bei den laufenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen für eine Zwei-Staaten-Lösung. „Wir ermutigen die Palästinenser, sich jetzt tatsächlich zu entscheiden, ob sie den Weg mitgehen“, sagte Steinmeier. „Wir mahnen die Israelis, möglichst alles zu unterlassen, was diesen Prozess jetzt noch stören könnte.“
In Jerusalem nahm Steinmeier an der Trauerfeier für Israels Ex-Regierungschef Ariel Scharon teil, der nach acht Jahren im Koma am Wochenende im Alter von 85 Jahren gestorben war. Anschließend fuhr er mit der Trauergemeinde zur Beisetzung in der Negev-Wüste. Am Rande der Zeremonie traf er sich auch kurz mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman. Wegen des Todes von Scharon musste sein Besuchsprogramm stark zusammengestrichen werden.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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