Partei-Nachwuchs
Streit in der Jungen Union

Die Diskussion um das Arbeitslosengeld I sorgt auch in den Reihen des Partei-Nachwuchses für erhitzte Gemüter. Kurz vor dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Berlin sorgt JU-Chef Philipp Mißfelder für heftigen Streit in den eigenen Reihen. Der bayerische JU-Vorsitzende Manfred Weber (CSU) warf Mißfelder ein "Einknicken vor dem Sozialpopulismus" vor.

ms BERLIN. Mißfelder hatte im aktuellen Streit um das Arbeitslosengeld I (ALG I) die CDU-Position verteidigt, die ALG-Verlängerung für langjährige Beitragszahler durch Einschnitte bei Jüngeren gegenzufinanzieren. "Die Jüngeren zu belasten ist unsozial", sagte dagegen Weber zu Handelsblatt.com. Es sei "sozial gerechter, einem 30-jährigen Familienvater Hilfen zu geben als einem Älteren, bei dem die Kinder schon aus dem Haus sind."

Weber sagte: "Da müssen wir Jungen stehen." Weber kritisierte auch, dass Mißfelder für ein Bündnis der Union mit den Grünen plädiert hat. Das sei ein "ausgelutschtes Thema", für das es angesichts des anstehenden Lagerwahlkampfs "keine sinnvolle Substanz" gebe. "Fakt ist, dass die beiden Parteien nicht zu einander passen", sagte Weber.

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