Partei zu Neuanfang aufgerufen
Matschie bleibt SPD-Chef in Thüringen

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Matschie ist als thüringischer SPD-Vorsitzender wiedergewählt worden. Er will künftig das Thema soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seiner Politik stellen.

HB BERLIN. Christoph Matschie bleibt Chef der Thüringer SPD. Der 43-Jährige wurde am Samstag auf dem Parteitag in Bad Langensalza mit 162 Ja- gegen 39 Nein-Stimmen gewählt. 8 Delegierte enthielten sich dem Votum. Damit entfielen auf Matschie 77,5 Prozent der Stimmen.

Nach dem Debakel bei der Landtagswahl mit nur 14,5 Prozent der Stimmen für die SPD rief Matschie die Partei zu einem Neuanfang mit einer Politik auf. Das Thema soziale Gerechtigkeit solle künftig im Mittelpunkt stehen.

Matschie hatte zuvor erneut Fehler eingeräumt. Die Partei habe sich noch kurz vor der Landtagswahl im Juni eine Auseinandersetzung um Koalitionsoptionen geleistet, sagte er mit Blick auf den Streit um ein mögliches Zusammengehen mit der PDS. Das habe niemandem in der SPD genützt.

Zugleich forderte er seine Partei zur Geschlossenheit auf. «Diese Thüringer SPD ist trotz aller Niederlagen kein geschlagener Haufen». In den letzten Monaten hatte es Rücktrittsforderungen an Matschie gegeben.

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