Parteien
CDU und SPD verlieren weiter Mitglieder

Der Mitgliederschwund bei den großen Volksparteien hat sich in diesem Jahr fortgesetzt. Besonders schlimm hat es die SPD getroffen. Sie droht, ihre Stellung als größte Volkspartei Deutschlands zu verlieren. Die Oppositionsparteien dagegen behaupten sich gut.

HB BERLIN. Den größten Aderlass musste wieder die SPD verkraften. Die SPD verlor seit dem Jahreswechsel fast 20 000 Mitglieder und zählte Ende November nur noch 541 353 Genossen mit Parteibuch. Die CDU verzeichnete zu diesem Stichtag noch 539 052 Mitglieder; das sind knapp 15 000 weniger als zu Jahresbeginn.

Damit ist die SPD drauf und dran, ihre Stellung als größte Volkspartei Deutschlands zu verlieren. Bei ihr verläuft die Abwärtsentwicklung seit Jahren weitaus schneller als bei der CDU. 1990 hatten die Sozialdemokraten noch mehr als 940 000 Mitglieder, die CDU fast 780 000. Die Sozialdemokraten haben seither fast 400 000 Mitglieder verloren.

Die CSU konnte dieses Jahr als einzige Koalitionspartei zulegen. Ihre Mitgliederzahl stieg trotz der Turbulenzen um die Ablösung und Nachfolge von Edmund Stoiber auf aktuell etwa 167 500, wie die Münchner Parteizentrale erklärte. Das sind rund 600 mehr als Ende 2006.

Auch die Oppositionsparteien konnten sich gut behaupten. Stärkste Kraft ist nach der Vereinigung von PDS und WASG die Linkspartei, die inzwischen mehr als 72 000 Mitglieder zählt, davon rund 20 000 im Westen. Die FDP blieb mit 64 500 Mitgliedern weitgehend stabil. Der Bundesverband der Grünen hat als einziger noch keine aktuelle Übersicht. Ende 2006 verzeichneten die Grünen rund 44 700 Mitglieder.

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