Parteienforscher
„Westerwelle muss auch als Außenminister gehen“

FDP-Chef Guido Westerwelle kämpft mit dem Rücken an der Wand. Immer lauter fordern Parteimitglieder einen Führungswechsel. Parteienforscher Gerd Langguth glaubt nicht, dass Westerwelle diese Krise übersteht.
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Handelsblatt Online: Dass sich die FDP politisch-inhaltlich, strategisch und personell neu aufstellen muss, ist wohl inzwischen unumstritten. Parteichef Westerwelle will aber nicht weichen. Wie bewerten Sie seine momentane Lage?

Langguth: Westerwelle ist ein Kämpfertyp. Viele in seiner Partei wollen ihn deshalb nicht absägen, weil sie ihm letztlich ihre Position zu verdanken haben. Es wäre aber fast ein politisches Wunder, wenn Westerwelle seine jetzige Krisensituation überwände, zumal es nicht nur um ihn als Person geht, sondern das Überleben der FDP infrage steht, die inzwischen zur vierten Partei mutiert ist und die Rolle der dritten Partei an die Grünen abgeben musste.

Braucht die FDP eine Radikalkur, also einen kompletten Wechsel in der Führungsriege?

Letztlich wird es auf eine Radikalkur hinauslaufen. Da wird auch die Position von Frau Homburger als Fraktionsvorsitzende genauso hinterfragt wie mancher der stellvertretenden Parteivorsitzenden.

Wer kann die Liberalen in die Zukunft und wieder auf die Erfolgsspur führen?

Die FDP ist in ihrer zweiten Reihe gar nicht mal so schlecht aufgestellt. Hier muss man vor allem Generalsekretär Lindner nennen, aber auch die Politiker Bahr und Rösler. Deren  Problem ist aber, dass sie noch relativ jung sind und ihre Positionen Westerwelle verdanken. Beispielsweise ist Lindner gerade einmal 32 Jahre alt – und üblicherweise putscht ein Generalsekretär nicht gegen den eigenen Parteivorsitzenden. Zweifellos hätte aber Lindner das Zeug zum Parteivorsitzenden. Letztlich wird es aber darauf ankommen, dass diese drei noch relativ jungen Politiker den Sprung wagen. Es stellt sich auch die Frage nach den Ehrenvorsitzenden der FDP, insbesondere Hans-Dietrich Genscher. Da es im Moment kein funktionierendes Kraft- und Machtzentrum der FDP gibt, könnte es sein, dass sich Genscher zu Wort melden müsste.

Wäre Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eine geeignete Übergangs-Vorsitzende, um den Weg für die Jüngeren zu bereiten?

Frau Leutheusser-Schnarrenberger sollte eigentlich den sozialliberalen Flügel in der FDP repräsentierten. Diesbezüglich hat sie enttäuscht. Die jüngere Generation der FDP muss sich jetzt selber zu Wort melden.

Die überraschende Kehrtwende der FDP in der Atompolitik wird weder von der Stammwählerschaft noch von der Wirtschaft gut geheißen. Steht zu befürchten, dass die Partei komplett untergeht – ein liberaler Landespolitiker sprach in diesem Zusammenhang von Todesurteil?

Jeder sucht jetzt eine Antwort auf die Frage, wie er sich in der Atompolitik positionieren kann. Fast scheint es so, als ob die bürgerlichen Parteien unter dem Motto operieren, wer von ihnen am perfektesten und schnellsten den Ausstieg organisieren kann. Es wäre allerdings auch für keine bürgerliche Partei gut, wenn der eigene Standort in erster Linie von der Atompolitik her definiert würde.

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  • 1. Fehler: Schlechter Koalitionsvertrag.
    2. Fehler: Hotelsteuer.
    3. Fehler: Niebel.
    4. Fehler: Welt Artikel zu Hartz4.
    5. Fehler: Reise Affäre mit Amigos.
    6. Fehler: Schönreden der NRW-Wahl (2 Stimmen-Wahlrecht!)
    7. Fehler: Keine Steuerreform.
    8. Fehler: Keine neue (Ruck)Rede an Dreikönig.
    9. Fehler: Keine Reaktion und Schönreden der Hamburg-Wahl.
    10. Fehler: Alleingang im Sicherheitsrat. (der Schlimmste)
    11. Fehler: Kein Handeln in Brüderle-Affäre.

    Wenn das nicht zum Rücktritt reicht...

  • Mein Vorschlag wäre, dass Westerwelle als Aussenminister abtritt, denn da macht er wirklich keine gute Figur.
    Als Parteivorstand war er ja nicht schlecht und sollte das bleiben.
    Was er ablegen muß, ist seine hündische Treue zu Merkel.
    Er muß ihr viel mehr Paroli bieten.
    Ja, Homburger ist eine absolute Fehlbesetzung, diesen Posten würden Lindner oder Bahr besser machen
    Rössler sollte man weniger in die Öffentlich tun, er ist höchst unbeliebt und sehr unsympathisch, damit täte die FDP sich keinen Gefallen
    Auch diese Leutheuser-Schnarrenberger nicht

  • Westerwelle ist ein lautstarker Selbstdarsteller und nicht nur deswegen als Aussenminister ungeeignet; und ich finde es unverantwortlich, das es soweit gekommen ist.In der freien Wirtschaft bekommen sie keinen Job nach Beliebigkeit; spätestens nach der Probezeit ist Schluss wenn Sie´s nicht können.

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