Parteiführung erwartet maximal knappe Mehrheit
SPD-Generalsekretär Scholz muss um seine Wiederwahl bangen

Ob SPD-Generalsekretär Scholz auf dem kommenden Parteitag wiedergewählt wird, ist offenbar ungewiss. Viele in der Partei machen ihn für Fehler in der Kommunikation der Reformpolitik verantwortlich.

HB BERLIN. Die Wiederwahl von SPD-Generalsekretär Olaf Scholz auf dem Parteitag in einer Woche gilt unter den Sozialdemokraten als unsicher. Selbst in der SPD-Führung befürchte man, dass Scholz höchstens mit knapper Mehrheit bestätigt werde, berichtete die «Bild am Sonntag».

Besonders kritisch seien die mitgliederstarken Landesverbände Niedersachsen, Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen, heißt es. Der Bezirksverband Weser-Ems wolle nahezu geschlossen gegen Scholz stimmen. Bezirkschef Garrelt Duin, der erst Ende September den Rücktritt von Scholz gefordert hatte, sagte der Zeitung: «An meiner Meinung hat sich nichts geändert.»

Bayerns SPD-Fraktionschef Franz Maget sagte, Scholz werde in Berlin für «Fehler in der Kommunikation» verantwortlich gemacht. Dies betreffe vor allem die Vermittlung der Reformpolitik. 2002 hatte Scholz noch 91,3 Prozent der Stimmen erhalten.

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