Parteimanager
Nachwuchstalent wird neuer FDP-Generalsekretär

Eigentlich hatte er aus Proporzgründen keine Chance auf den Posten, aber nach langer Suche sieht alles danach aus, als ob Christian Lindner doch noch neuer Generalsekretär der FDP wird. Das Problem des erst 30-jährigen Bundestagsabgeordneten aus Wermelskirchen im Bergischen Land ist schlicht seine Herkunft.
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BERLIN. Weil Nordrhein-Westfalen mit dem Bonner Guido Westerwelle an der Spitze der Liberalen schon stark repräsentiert ist, hielt der FDP-Chef zunächst in anderen Landesverbänden Ausschau. Doch was Westerwelle dort fand, genügte ihm nicht. Dabei braucht er dringend einen starken Parteimanager, denn die FDP ist seit Regierungsantritt quasi verwaist: Westerwelle reist als Außenminister ständig umher, der bisherige Generalsekretär Dirk Niebel wurde Entwicklungshilfeminister und nahm dann auch noch FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz als Staatssekretär in sein Ressort mit.

Lindner trat 1995 in die FDP ein, stieg bereits drei Jahre später in den Landesvorstand NRW auf und errang im Jahr 2000 ein Landtagsmandat in Düsseldorf. Seit 2004 arbeitet der studierte Politologe, der zwischenzeitlich eine Werbeagentur betrieb, bereits als Generalsekretär seines Landesverbands – des größten in der FDP. Junggeselle Lindner gilt zusammen mit Philipp Rösler als Vordenker seiner Partei und sieht sich als „Prätorianer“ von Westerwelle.

Daniel Goffart
Daniel Goffart
Handelsblatt / Ressortleiter

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