18.01.2010 15:40 Uhr

Parteispenden: Die größten Profiteure und ihre Gönner

Auf über sechs Mio. Euro summieren sich Spenden an Bundestagsparteien, die im Wahljahr 2009 den meldepflichtigen Betrag von 50 000 Euro überschritten haben. Bei genauer Betrachtung ragt eine Partei heraus, die besonders großzügig mit Spenden bedacht wurde. Doch auch andere Parteien sahnten ab.

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Dreimal wird in den Bundestagslisten die Substantia AG genannt, die demnach im abgelaufen Jahr nur die FDP bedachte und ihr in drei Tranchen insgesamt 850.000 Euro überwies. Substantia steht in Verbindung mit dem Hotelgewerbe. Die Branche profitiert von der von FDP und CSU betriebenen Senkung der Mehrwertsteuer für Hotel-Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent. Die Opposition sieht Zusammenhänge zwischen Steuervergünstigungen und Spenden und wirft den Freidemokraten Käuflichkeit vor. Von Spenden hat im abgelaufenen Jahr aber nicht nur die FDP profitiert.

Foto: ap

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Kommentare (3)

  • 23.01. 21:31Spam melden
    [3] schmerer karl friedrich

    bei den Atomkraftwerken bzw. den Betreibern läuft es offensichtlich etwas verdeckter als in der Hotelbranche

  • 19.01. 09:10Spam melden
    [2] H. Fischer

    Ich war früh eine zeitlang am Fahrkartenschalter bei der DB beschäftigt. Wenn einem da mal eine oder gar zwei Mark (was wirklich nur ganz selten vorkam)geschenkt wurden hat man sich diese Leute gemerkt, weil ja klar war, dass sie bei der nächsten Gelegenheit auch entsprechend behandelt werden wollten (besonders ausführliche Beratung und umfangreiche Auskunft über Zugverbindungen usw.)
    Wenn die FDP 1.100.000 € erhält, so ist jedem klar, dass der Spender dafür auch eine wohlwollende Behandlung bei nächster Gelegenheit erwartet!!

    Nach dem Gesetz mag diese Spende ja in Ordnung sein, aber wer macht denn das Gesetz?? Die Parteien doch, die (fast) alle davon profitieren.

    Ich bin der Meinung, wir leben sowieso in einer Parteiendiktatur (ich erinnere nur an die Wahl des ZDF-Chefredakteurs) und habe für mich daraus die Lehre gezogen, nicht mehr zur Wahl zu gehen um diese Pseudodemokratie zumindest dadurch auch nicht noch zu unterstützen!

  • 18.01. 17:05Spam melden
    [1] J. Roth

    Der Handelsblattleser sollte sich mal den Geschäfstbericht des größten deutschen Finanzvertriebes- Deutsche Vermögensberatung (DVAG). mal etwas näher anschauen.
    Altbundeskanzler Kohl, Ex-Finanzminister Theo Waigel, Ex-Bundeskanzleramtsminsister Bohl, selbst Frau Merkel war schon zuletzt im Jahre 2009 auf einem DVAG-Meeting. Es würde mich nicht wundern, wenn.....

    Solche Unternehmen sind den Insidern der Branche bekannt und die Vertriebsmethoden sowieso.

    Alles gestzlich erlaubt. Ethisch und moralisch mehr als bedenklich und verwerflich.

    Aber was zählt in der heutigen Gesellschaft noch Moral und Ethik.

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