Parteitag
Gröhe verlangt Entscheidung der CDU über Homo-Ehe

Der Generalsekretär fordert eine Entscheidung der CDU über die steuerliche Gleichbehandlung von Homosexuellen. Gelegenheit für einen solchen Beschluss hätte die Union in der kommenden Woche auf ihrem Parteitag.
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BerlinCDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat sich dafür ausgesprochen, auf dem Bundesparteitag kommende Woche über die steuerliche Gleichbehandlung von Homosexuellen zu entscheiden. Es werde ausreichend Gelegenheit geben, auf dem Parteitag in Hannover auch über strittige Themen zu diskutieren, sagte Gröhe am Freitag. Er reagierte damit auf Berichte, dass es Initiativanträge für und gegen eine steuerliche Gleichstellung von Homo-Ehen geben soll. Falls solche Anträge wirklich eingereicht würden, werde er nicht empfehlen, diese bloß zur Beratung an Parteigremien zu überweisen. „Ich will, dass der Parteitag eine Entscheidung in der Sache trifft“, betonte Gröhe.

Er kündigte zudem an, dass der Bundesvorstand noch am Montag einen Antrag zur Bekämpfung der Altersarmut beschließen werde. Damit reagiert die CDU-Spitze auf Forderungen etwa der Frauen-Union und des Arbeitnehmerflügels, die eine Renten-Besserstellung von Müttern fordern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Zugleich erneuerte Gröhe seine Skepsis, dass die geforderte Reform zu teuer sei. „Die Frage stellt sich: Wie gehen wir mit dem Umstand um, dass es sicher mehr gibt was wünschbar als finanzierbar ist.“ Er erwarte zudem Debatten über die Energiewende und die Europapolitik.

Auf dem CDU-Bundesparteitag soll am kommenden Dienstag auch die Führungsspitze der Partei neu gewählt werden. Neben der Wiederwahl von CDU-Chefin Angela Merkel geht es dabei diesmal um die Wahl von fünf statt bisher vier Stellvertretern.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Parteitag: Gröhe verlangt Entscheidung der CDU über Homo-Ehe"

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  • Warum beendet man nicht einfach die Steuerverguenstigungen fuer Verheiratete? Warum sollen Alleinstehende, die sowieso oft mehr belastet sind, die anderen subventionieren?
    Ohne die steuerliche Subvention der Ehen braeuchten wir auch keine Diskussion um die Gays. Diese wuerden gleichbehandelt, wirklich 100% gleich, wie es in einem freien Land sein sollte.

  • Na weil zwei Schwuchteln nicht in der Lage sind, Kinder auf die Welt zu setzen, die zu erziehen ( entsprechend Mittel zu investieren, große Mittel...und Ausgaben ) um dafür zu sorgen, dass dieser Nachwuchs im erwachsenen Alter die Renten der Eltern finanzieren und das Land aufrecht erhalten !

    So einfach ist es....Von welcher finanzieller Gleichstellung bei diesem parasitären Pack kann hier die Rede sein...?

  • Tatsächlich? Was unterscheidet sie denn? Warum sollen sie nicht gleich behandelt werden? Wenn jemand nicht kriminell ist, dann hat ER oder SIE die SELBEN RECHTEN wie alle anderen, als Bürger, gemäß der Verfassung der BRD.

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