Patientenbeschwerden
Beschwerden über ärztliche Behandlungsfehler nehmen zu

Bandscheibenschäden, Hüftgelenkarthrose, Arm- und Beinbrüche: Die Zahl der Patientenbeschwerden über angebliche Behandlungsfehler von Ärzten ist 2007 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Und was die Schlichtungsstellen veröffentlichen, gilt nur als die Spitze des Eisbergs.

HB BERLIN. Insgesamt 10 432 Anträge auf Begutachtung gingen im Vorjahr ein nach 10 280 in Jahr 2006. Die Bundesärztekammer will die Fehlerstatistik heute im Datail in Berlin vorstellen.

Bei insgesamt 1 717 der untersuchten Fälle stellten die Gutachter im Jahr 2007 Behandlungsfehler oder Mängel bei der Aufklärung über die Risiken der Behandlung als Ursache für einen Gesundheitsschaden fest. In diesen Fällen hatten die Patienten Anspruch auf Entschädigung.

Die meisten Entscheidungen ärztlicher Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen betrafen Behandlungen wegen Hüftgelenkarthrose, gefolgt von Kniegelenkarthrose und Arm- und Beinbrüchen.

Auch Behandlungen wegen Brustkrebs und Bandscheibenschäden zogen häufig Beschwerden nach sich. "Was die Schlichtungsstellen veröffentlichen, ist nur die Spitze eines Eisberges", sagte der Gesundheitsexperte der Bundesverbraucherzentrale, Stefan Etgeton, der "Frankfurter Rundschau".

Viele Behandlungsfehler würden gar nicht erst begutachtet, "weil es schwer ist, zweifelsfrei festzustellen, dass ein Fehler vorliegt". Auch berichteten viele Patienten, dass es "ganz schwierig" sei, unabhängige Gutachten zu bekommen, sagte Etgeton.

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