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Patrick Döring: Der Hoffnungsträger hört Jazz und liebt Hannover 96

Noch ist der Rücktritt Christian Lindners nicht richtig verdaut, da diskutiert die FDP bereits über einen Nachfolger. Alles läuft auf Patrick Döring hinaus. Am Freitag will Parteichef Rösler ihn offiziell vorschlagen.

Patrick Döring spricht im Bundestag: mühsam hochgeboxt. Quelle: dapd
Patrick Döring spricht im Bundestag: mühsam hochgeboxt. Quelle: dapd

DüsseldorfEinmal musste er zurückstecken, jetzt ist Patrick Döring am Zug. Schon als die FDP 2009 einen Nachfolger für den zum Entwicklungshilfeminister beförderten damaligen Generalsekretär Dirk Niebel suchte, wäre es Döring gerne geworden. Zwischenzeitlich sah es auch gar nicht schlecht für ihn aus, aber am Ende entschied sich Parteichef Guido Westerwelle für Christian Lindner – den Mann, den Döring jetzt beerben soll.

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Dem 38-jährigen Hannoveraner wird ein gutes Verhältnis zu Parteichef Philipp Rösler nachgesagt: Beide stammen nicht nur aus der gleichen Stadt, beide wurden auch im gleichen Jahr geboren. Beim Mitgliederentscheid der FDP zur Euro-Rettung unterstützte Döring den Parteichef ohne Wenn und Aber.

Döring bezeichnet sich selbst nur mit einem Augenzwinkern als „waschechten Hannoveraner“. Er habe eine Sache mit vielen anderen Bewohnern der niedersächsischen Landshauptstadt gemeinsam, schreibt er auf seiner Homepage: Er komme „nicht von hier“. Seine Kindheit und Jugend verlebte Döring in Himmelpforten nahe Stade, einem Örtchen, das laut Aussage des FDP-Politikers genauso idyllisch sein soll wie es der Name vermuten lässt.

Lindner Rücktritt Aufstieg und Fall des „Wunderkinds“

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Döring hat sich in der Partei mühsam hochgeboxt: 1991 wurde er Mitglied der Jungen Liberalen, von 1994 bis 1997 war er deren stellvertretender Bundesvorsitzender. 1996 wurde er Mitglied des niedersächsischen Landesvorstands der FDP, 1997 Vorsitzender des Kreisverbandes Stade. Im Jahr 2001 zog er als Ratsherr in den Stadtrat von Hannover ein, 2005 wurde er Mitglied des deutschen Bundestages.

Der Fokus seiner parlamentarischen Arbeit gilt der Verkehrspolitik. Seit 2010 ist der Niedersachse stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, seit 2011 Bundesschatzmeister der FDP.

Neben seinem politischen Engagement übte Döring auch einen normalen Beruf aus: Der Diplomökonom ist im Vorstand zweier kleinerer Versicherungsunternehmen tätig. Als Verkehrsexperte gehört er außerdem dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG an.

Der designierte Generalsekretär gilt als wagemutig und hartnäckig, beide Eigenschaften kann er in seiner neuen Funktion gut brauchen. Außerdem verfügt er in Berlin über ein fein gesponnenes Netzwerk - auch das dürfte ihm helfen. Als Sozialliberaler gilt der Döring nicht, eher wird er dem rechten Flügel der FDP zugerechnet.

In seiner Freizeit hört und macht Döring Musik: Er spielt Saxophon und liebt Jazz. Neben Golf schlägt sein Herz für Fußball - besonders für Hannover 96.

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Umfrage: Sollte Philipp Rösler auch zurücktreten?
  • 14.12.2011, 22:04 Uhrlensoes


    Wünsch Ihnen auf dieser "Politpiroge in stuermischer See" eine glückliche Hand .

    Die Helden werden immer juenger. War schon immer so in der deutschen Geschichte. Vor allem kurz vorm Zusammenbruch.
    Zeigen Sie Rückgrat.

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