Deutschland
Peer Steinbrück (SPD)

... gilt als Wirtschaftsfachmann mit trockenem Humor. Im Merkel-Kabinett wird er wahrscheinlich das Finanzressort übernehmen.

HB BERLIN. Nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen war es zunächst ruhig geworden um Peer Steinbrück. Der frühere Ministerpräsident des einstigen SPD-Stammlandes übergab seinen Posten im Mai 2005 an den CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers und verschwand vorerst von der Bildfläche.

Zuletzt wurde dem 58-jährigen SPD-Politiker in den eigenen Reihen angekreidet, dass er mit dem Verzicht auf eine Bundestags-Kandidatur nicht einmal das Risiko eingehen wollte, auf der Oppositionsbank zu landen.

Steinbrücks Karriere, die mit der Wahl zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten 2002 ihren bisherigen Höhepunkt fand, begann 1974 im Bundesbauministerium. Zwei Jahre später wechselte der Volkswirt nach Düsseldorf, wo er 1986 zum Büroleiter des damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau wurde. 1990 kehrte der gebürtige Hamburger ("Ich bin ein Kabeljau") zurück in den Norden. Im Kieler Kabinett war er unter anderem als Wirtschaftsminister tätig.

Der voraussichtlich neue Finanzminister hat die große Koalition schon geübt: Gemeinsam mit Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) stellte er ein viele Milliarden umfassendes Subventionskürzungsprogramm für die öffentlichen Haushalte auf die Beine, das allerdings nur in Teilen in Angriff genommen worden ist.

Steinbrück folgt der Maxime: Richtig ist, was der Wirtschaft nützt und Arbeitsplätze schafft. Den Reformkurs der Bundesregierung hat er stets unterstützt. Der Vater dreier Kinder ist leidenschaftlicher Schachspieler. Er lebt mit seiner Familie in Bonn. Steinbrück ist bekannt für seine Wirtschaftskompetenz und seinen trockenen Humor.

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