Peer Steinbrück
Standortschließungen der Bundeswehr überprüfen

Peer Steinbrück wettert weiter gegen die laufende Bundeswehrreform. Sollte er gewählt werden, will er einige Punkte auf den Prüfstand stellen. Eine Reform in der Reform soll es aber nicht geben, sagte er.
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BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will im Fall eines Wahlsiegs die geplante Schließung von Bundeswehrstandorten auf den Prüfstand stellen. Es gebe bei der laufenden Truppenreform einen „gewissen Korrekturbedarf“, sagte Steinbrück am Donnerstag nach einem Treffen mit dem Vorstand des Bundeswehrverbands in Berlin. „Das bedeutet, dass gegebenenfalls auch einige Standortentscheidungen korrigiert werden müssen.“

Der Sozialdemokrat verwies zur Begründung auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Dienst in den Streitkräften: Schon jetzt seien gut 80 Prozent der Soldaten Pendler. Er erneuerte seine Kritik an der Umsetzung der Bundeswehrreform. Sie sei schlecht vorbereitet worden, ungenügend ausgestattet und werde mangelhaft umgesetzt.

Einen ganz neuen Kurs hält Steinbrück jedoch nicht für zielführend: „Ich würde nicht die Bäume ausreißen, um deutlich zu machen, da sind Wurzeln dran.“ Es sei wichtig, Ruhe in die Bundeswehr zu bringen. „Keine Reform in der Reform“, warnte auch der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch.

Die Truppenreform wurde im Frühjahr 2010 auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Aussetzung der Wehrpflicht, die Verringerung der Truppenstärke und Standortschließungen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Peer Steinbrück: Standortschließungen der Bundeswehr überprüfen"

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  • Auch das noch, Peer Steinbrück versucht Stimmen von Soldaten abzufischen, die seine Partei mit den Grünen in den Krieg geschickt haben. Wie armselig ist das denn. Die Deutsche Armee wird ja jetzt Privateigentum der Politiker, dazu gehören nun mal Stanstortveränderungen, die den Soldaten nichts kosten außer Veränderungen der Ungebung und Freunden.

  • Der kommt nicht an die Macht! Wer sollte denn die rot-grünen Sozialverräter noch wählen? Der Mann träumt.

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