Pegida-Demo in Köln
„Nazis essen heimlich Döner“

Zum großen Protest der Pegida-Bewegung in Köln kommen nur wenige hundert Personen. Doch Tausende strömen zu den Gegenveranstaltungen. Eindrücke aus der im Dunkeln liegenden Domstadt.
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KölnEs ist schon dunkel in Köln. Immer mehr Menschen drängen durch den Deutzer Bahnhof, wollen nach draußen auf den Ottoplatz. Dahin, wo die Demonstrationen stattfinden. Polizisten versperren ihnen den Weg, fangen die Menschen ab: „Wollen Sie zu Pegida oder zur Gegendemonstration?“

Die Kölner Untergruppe der bundesweiten Pegida-Bewegung, die sich auch „Kögida“ („Köln gegen die Islamisierung des Abendlandes“) nennt, hatte für den Montagabend zur Demonstration auf den Kölner Ottoplatz geladen. Von dort aus sollte ein Marsch über die Deutzer Brücke durch die Innenstadt zum Dom führen. Rund 500 Demonstranten hatten die Veranstalter um den ehemaligen German-Defence-League-Aktivisten Sebastian Nobile im Vorfeld erwartet.

Auf dem Kölner Ottoplatz stehen Kleingruppen von zwei bis drei Personen zusammen, gucken verunsichert um sich. „Ich habe die ganze Zeit Angst, gefilmt zu werden. In meinem Beruf ist das tödlich“, sagt die 53-jährige Bettina, eine Frau mit blondierten Haaren, schwarzer Vollrandbrille und schwarzem Daunenmantel, die im Gesundheitswesen arbeitet. Ihren genauen Beruf und auch ihren Nachnamen möchte sie nicht nennen – aus Angst, erkannt zu werden. „Wir wollen ja nicht sofort als Nazis abgestempelt werden.“

Die Kölnerin ist gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter zur Anti-Islam-Demonstration der Kögida gekommen, weil sie sich unverstanden fühlt – vor allem von der Politik. „Wir wünschen uns eine Partei, die durchgreift, konservative Interessen vertritt und die Zuwanderung gezielt steuert“, sagt die 53-Jährige. Und ihr Ehemann ergänzt: „Wir brauchen gute Leute in Deutschland, auch gute Ausländer, aber eben keine Wirtschaftsflüchtlinge, die hier nur kassieren.“ Beide bezeichnen sich als gläubige Katholiken. „Wir lieben alle Menschen, aber es sollten eben nur Leute ins Land gelassen werden, die wir auch brauchen und die hier arbeiten.“

Kommentare zu " Pegida-Demo in Köln: „Nazis essen heimlich Döner“"

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  • Was ich mal fragen wollte. Es genau ist eigentlich ein “Nazi“ ? Ab wann ist man einer ? Wer hat diesbezüglich die Deutungs Hoheit ? Wer bestimmt also, wer warum ab wann ein Nazi ist ? Zudem, irgendwie vermisse ich die lichter und Menschen ketten ect, die wahrscheinlich bis zum Mond gereicht hätten, wenn irre rechts radikale so was mit Muslimen gemacht hätten. Wie in Paris.

  • @ Edmund Stoiber

    Wie meinen Sie das denn???

    WOLLEN SIE ALLEN ERNSTES BESTREITEN, DASS GRÖßENWAHNSINNIGE ALLMACHTSPHANTASIEN EINES DEMAGOGEN WIE HITLER, der zuerst sein perverses Menschenbild und seine ganze Menschenverachtung hinter geschickter Propaganda versteckte und so lange bei zu viel zu vielen entweder leicht verführbaren, da denkfaulen, oder aber feigen, da konfliktscheuen Bürgern „gesellschaftsfähig“ gemacht hat, bis es zu spät war (weil er inzwischen alle notwendigen Voraussetzung geschaffen hatte, um den Ausbau seines durch und durch verbrecherischen Regimes ungestört vollenden zu können) AUSLÖSER DES II. WELTKRIEGS WAREN??!

    Oder hab’ ich da jetzt was falsch verstanden?

  • Merkel, Gauckler, de Maiziere, der nicht mehr zeitgemäße Scheiter- und der gekaufte Exkanzler, und die sog. etablierten Parteien, machen gemeinsame Sache mit linken Chaoten, Nötigern, Schlägern und Demokratiefeinden. Das ist die Demokratur der Regierenden in Deutschland Anfang 2015! Und jetzt fressen die Nazis zu allem Überfluß auch noch heimlich Döner! Ich verstehe die Welt nicht mehr ! LOL

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