Pegida-Demonstration: „Davor haben die Machthaber Angst“

Pegida-Demonstration
„Davor haben die Machthaber Angst“

Die Pegida-Bewegung scheint den Rücktritt von Lutz Bachmann verkraftet zu haben. In Dresden kommen Tausende zur Demonstration – auch Familien mit Kindern. Die neue Pegida-Frontfrau Kathrin Oertel zeigt sich wortgewaltig.
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DresdenDie inzwischen 13. Kundgebung von Pegida in Dresden hat deutlich weniger Unterstützung erhalten. Am Sonntagnachmittag kamen laut Polizei 17.300 Menschen zum Theaterplatz vor der Semperoper. Vor zwei Wochen spazierten noch mehr als 25.000 Anhänger des asylkritischen Bündnisses „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ durch die Innenstadt. Dresden ist die Spitze der Bewegung, nur dort gehen so viele Tausend Menschen Woche für Woche auf die Straße.

Kathrin Oertel, die Pegida-Sprecherin die vor einer Woche in der ARD-Talkshow von Günther Jauch saß, war deutlich wortgewaltiger als in früheren Reden und sagte: „Wir haben es geschafft, dass die Politik über unsere Themen redet“, sagte sie etwa unter großem Jubel. Oder: „Die Politikverdrossenheit ist beendet. Davor haben die Machthaber Angst. Je stärker wir werden, desto mehr Angst haben die sogenannten Volksvertreter.“ Das Bündnis werde einen Volksentscheid zum geplanten Personalabbau bei der sächsischen Polizei starten, kündigte sie unter Beifall an.

Etwa 5.000 Menschen protestierten am Nachmittag in Sicht- und Hörweite gegen Pegida, ihr Motto: „Für Weltoffenheit und Toleranz“. Es blieb weitgehend friedlich, auch weil fast 1.600 Polizisten die Veranstaltung abgesichert haben. Wegen eines am Montagabend geplanten Großkonzertes unter dem Titel „Offen und bunt – Dresden für alle“ mit 250 Künstlern in der Dresdner Innenstadt hatte Pegida seinen Abendspaziergang erst am Freitag überraschend einen Tag vorgezogen. Damit auch ihre Anhänger die Konzerte – unter anderem mit Herbert Grönemeyer und Silly – genießen könnten, hatte das Orga-Team von Pegida schnippisch mitgeteilt.

Wie bei jeder Pegida-Kundgebung begleiteten auch am Sonntag massenhafte „Wir-sind-das-Volk“- und „Lügenpresse“-Rufe die Redebeiträge. Auch ein Vertreter der Leipziger „Legida“-Organisation trat überraschend auf und beschwor die Gemeinsamkeiten mit Pegida. „Es ist viel gemunkelt worden über Differenzen zwischen Dresden und Leipzig – ja die gab es, doch sie sind aus der Welt geschafft“, sagte er. „Dresden und Leipzig marschieren in Zukunft Schulter an Schulter.“ Kurz vor der Legida-Demo am vergangenen Mittwoch hatte Kathrin Oertel „Legida“ noch mit einer Unterlassungsklage gedroht, weil deren politische Forderungen nicht mit Dresden abgesprochen worden seien. Es klingt, als sei der Machtkampf beendet. Es sind schnelllebige Zeiten.

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Mit keinem Wort geht die Frontfrau auf ihren Vorgänger ein

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  • Die Etikettierung "...feindlich" ist die Spezialität der Frau Zlomka vom Zweiten Deutschen Staatspropagandakanal. Schauen Sie sich doch nur die sogenannten Nachrichtensendungen der "heute" Redaktion an.
    Der Begriff Lügenpresse ist da nicht so abwegig!

  • Was ich immer nicht verstehe, warum immer "feindlich".
    Wenn ich einen Nachbarn nicht mag, dann bin ich auch nicht "nachbarschaftsfeindlich", sondern ich mag ihn einfach nicht. Aus welchem Grund auch immer. Ich tu ihm nichts Böses aber ich möchte ihn auch nicht mögen müssen!!

  • @ Thomas Frey:
    Wenn das stimmt, was Sie da gezeichnet haben:
    "Raus: Juden, Kanaken, Nazis" dann sind Sie nicht Charlie Chaplin, sondern ein Rasse-Mann.

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