„Pegida“-Demos
Tillich findet Rolle der AfD niederträchtig

Pegida, „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – was sind das für Menschen, die da demonstrieren? Die etablierten Parteien suchen nach Antworten. Und haben dabei auch die Parteipolitik im Blick.
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BerlinSachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die AfD wegen ihrer Rolle bei den islamfeindlichen „Pegida“-Demonstrationen scharf angegriffen. Mitglieder der Alternative für Deutschland versuchten, aus dem Schicksal der Flüchtlinge politisches Kapital zu schlagen, sagte der CDU-Politiker der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwoch). „Das ist niederträchtig.“

Am Montagabend hatten sich in Dresden etwa 10.000 Menschen an einer Demonstration der Bewegung „Pegida“ beteiligt – so viele wie nie zuvor. „Pegida“ ist die Abkürzung für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Das Bündnis tritt unter anderem für eine Verschärfung des Asylrechts ein.

Der Parteichef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hatte die Demonstrationen am Dienstag begrüßt. Sie zeigten, dass sich diese Menschen in ihren Sorgen von den Politikern nicht verstanden fühlten, sagte er. Politiker der etablierten Parteien und Muslimverbände äußerten sich dagegen besorgt und forderten mehr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit.

Tillich rief seine Partei zur Auseinandersetzung mit der AfD auf. „Die Union muss die Themen, die anzusprechen sind, auch deutlich ansprechen“, sagte er. „Mit einer eigenen deutlichen Sprache müssen wir der AfD den Nährboden für ihren politischen Populismus entziehen.“

Mecklenburg-Vorpommers Innenminister Lorenz Caffier (CDU) warb für eine differenzierte Sicht auf die „Pegida“-Demonstrationen. „Wir müssen uns mit den Bürgern und ihren Sorgen auseinandersetzen. Weder für noch gegen diese Demonstrationen aufzurufen halte ich für besonders hilfreich“, sagte der Sprecher der unionsgeführten Länder in der Innenministerkonferenz der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch).

Die Innenminister treffen sich an diesem Donnerstag zu ihrer zweitägigen Herbsttagung in Köln. Dabei wollen sie neben den „Pegida“-Protesten auch die Aktivitäten des Bündnisses „Hogesa“ (Hooligans gegen Salafisten) beleuchten.

„Nicht jeder, der zu einer solchen Demonstration geht, ist ein Rechtsextremist“, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Ralf Jäger (SPD), den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Mittwoch). „Aber wir sehen auch ganz deutlich: „Pegida“ bietet Rechtsextremisten und Rechtspopulisten eine Plattform. Sie schüren Ängste vor dem Islam und nutzen sie für ihre eigene Propaganda.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Pegida“-Demos: Tillich findet Rolle der AfD niederträchtig"

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  • Niederträchtig steht inhaltlich für bösartig, böse, gemein, hässlich, heimtückisch. "Mit dem gleichen Wortschatz verunglimpften SED und Stasi politisch Andersdenkende in der DDR. Möglicherweise hat Herr Tillich sich diesen Wortschatz bewahrt. Bewahrt um ihn nun aus Furcht um die eigene Macht anzuwenden, in der Hoffnung, dass auch mitdemonstrierende Mitglieder seiner eigenen Partei vor ihm kuschen", sagt AfD-Fraktionsvorsitzende Dr. Frauke Petry. AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer ergänzt: "Niederträchtig ist es, feige aus dem Büro der Staatskanzlei verbal über Bürger herzufallen, statt sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen und ihnen zuzuhören."

  • Ich bin massiv entsetzt über diese Aussage. Hier zeigt sich aber, wie weit entfernt die Ansichten der Politiker von denen eines großen Teil der Bevölkerung sind.

    Der einzige Schluß den man daraus ziehen kann heißt:

    NICHT MEHR WÄHLBAR !!!

  • Fortsetzung

    Entscheidend hierbei war aber immer und zu jeder Zeit die profitorientierte und asoziale Feudalkruste und deren beauftragten etablierten bürgerlichen Parteien mitsamt der SPD, welche diese gewollte Politik skrupellos umsetzten. Der Bürger sah das und es interessierte ihn überwiegend solange nicht, solange es ihn kaum betraf. Der Widerstand gegen diese gesellschaftsverändernde und niederträchtige Politik wuchs erst als die extremen negativen Auswirkungen allmählich spürbar wurden. Erst auf Druck der Menschen und gegen den Willen des, von der Feudalkruste gesteuerten, Mainstream mussten schließlich Asyl- und Einwanderungsgesetze ein wenig angepasst werden, denn die Bürger zeigten ab Anfang der 90-er Jahre zu deutlich und massenhaft ihre Wut und Abneigung gegen ihre eigene massive Benachteiligung und Überfremdung. Dafür wird der Plebs bis heute von der Feudalkruste und der stetig gewachsenen Multikulti-Gemeinde, die in der Regel ihre Brötchen ungeniert schmarotzend in der Armuts- und der Migrationsindustrie verdient, geschmäht. Bei diesem Thema sind sich die super-reichen Feudalherren, ihre gekauften und abhängigen etablierten Parteien und die schmierigen linkssozialistischen Multikulti-Spinner völlig einig, es kann für diese Drecksbande gar nicht genug Einwanderung geben zu ihren Gunsten und zu Lasten der Allgemeinheit. Wer sich gegen ihre verbrecherische Assi-Politik wehrt ist ein übler Mensch, ein Nazi und ein niederträchtiger Ausländerfeind!

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