Pensionsansprüche bedroht
Welteke will Bußgeld nicht zahlen

Dem ehemaligen Bundesbankchef Ernst Welteke ist laut einem Zeitungsbericht ein Bußgeld wegen der Hotelkosten-Affäre zu hoch. Dies könnte allerdings ernste Folgen haben.

HB BERLIN. Der wegen der Hotelkosten-Affäre zurückgetretene ehemalige Präsident der Bundesbank, Ernst Welteke, pokert offenbar mit der Frankfurter Staatsanwaltschaft um die Höhe einer Geldsumme, nach deren Zahlung auf eine Anklage wegen Vorteilsnahme verzichtet werden soll. Nach einem Bericht der «Welt am Sonntag» will die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen eine Zahlung von 50.000 Euro einstellen. Ein solcher Betrag sei aber viel zu hoch und komme deshalb nicht in Betracht, sagte Weltekes Anwalt dem Blatt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Welteke wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme, weil er einen Aufenthalt zu Silvester 2001 im Berliner Hotel «Adlon» von der Dresdner Bank bezahlen ließ. Die Kosten dafür beliefen sich auf 7660 Euro.

«Wir werden versuchen, die Staatsanwaltschaft davon zu überzeugen, dass die Übernahme der Hotelkosten kein Straftatbestand ist», sagte Weltekes Anwalt. Eine entsprechende Einlassung liege dem Staatsanwalt am Montag vor.

Das Ausschlagen der Offerte könnte für Welteke ernste Folgen haben, schreibt die Zeitung. Die Ermittlungen könnten dann auch auf eine Einladung Weltekes von BMW zu einem Formel-1-Rennen nach Monaco ausgedehnt werden. Welteke müsse dann mit einem Strafbefehl oder einer Anklage rechnen. Dann wären auch seine Pensionsansprüche in Gefahr, heißt es in dem Bericht.

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