Personaldebatte
Die FDP sucht den Superstar

Die Personaldebatte in der FDP geht weiter. Wer führt die Partei in den Bundestagswahlkampf? Es muss nicht zwangsläufig Parteichef Rösler sein, findet ein prominenter Liberaler. Ein alter Bekannter hat bereits abgesagt.
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BerlinFDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat nach eigenen Angaben keinerlei Ambitionen zur Übernahme des Parteivorsitzes. "Ich unterstütze Philipp Rösler als Vorsitzenden meiner Partei, und das werde ich auch nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar tun", sagte Brüderle der neuen Ausgabe der Wochenzeitung "Zeit". Er könne "mindestens die nächsten 50 Jahre" gut damit leben, nicht FDP-Chef zu sein, betonte der 67-Jährige.

Auch FDP-Präsidiumsmitglied Dirk Niebel äußerte sich mit Blick auf den Parteivorsitz zurückhaltend. "Ich strebe es nicht an", sagte er der aktuellen Ausgabe des Magazins "Focus". Zugleich betonte der Bundesentwicklungsminister, dass der Parteichef nicht gleichzeitig Spitzenkandidat für 2013 sein müsse. Es sei "nicht zwingend notwendig", dass Rösler die Liberalen in die Wahl führe, so Niebel. Wenn es gute Gründe gebe, könne eine Partei das so entscheiden.

Niebel sieht vorläufig kein Ende der Personaldebatte in seiner Partei: "Die Diskussion um Positionen innerhalb der FDP wird erst in dem Moment erledigt sein, in dem der Bundesparteitag unsere Aufstellung für die Bundestagswahl beschlossen hat. Solange wir das nicht entschieden haben, wird die Diskussion weiter gehen.

Die Liberalen wollen Anfang Mai 2013 ihren Parteitag zur Bundestagswahl abhalten. Zunächst kommt die Parteispitze am 6. Januar zum traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart zusammen.

In der FDP gibt es immer wieder Spekulationen über eine mögliche Ablösung Röslers nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar. In Umfragen liegt die FDP seit Monaten bundesweit unter der Fünf-Prozent-Hürde.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich bete zu allen Göttern,
    damit CDU GRÜNE SPD FDP LINKE CSU
    der Garaus gemacht wird!
    Ich wähle jede Partei,
    die CDU GRÜNE SPD FDP LINKE CSU ausschaltet!
    Diese Banditen haben Jahrzehnte bewiesen,
    wie unfähig und gefährlich sie sind!
    Diese Irren können mich gar nicht vor anderen warnen!
    Die sind die Gefährlichen!
    Ich könnte einen Roman hier schreiben,
    an Beweisen über deren Gefährlichkeit!
    +++++++++++++++++++++++++++++++
    "Wir sind dabei,
    das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen.
    Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich,
    ihn zu gehen."
    Wolfgang Schäuble, CDU und Bundesfinanzminister
    (Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.10.2011)
    +++++++++++++++++++++++++++++++

  • Darf man da noch mitmachen, wie bei RTL oder haben die Lloyds von der fdp eine andere Sichtweite der Dinge?

  • Sorry, aber der Rösler ist wirklich in seiner kindlich naiven Wahrnehmung kaum zu übertreffen. Ich dachte immer Westerwelle ist Sachen Simplizität nicht zu toppen, aber der Junge tut echt richtig weh.

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