Personelle Verjüngung in der SPD
Wieczorek-Zeul soll ihren Posten räumen

Nach dem Rückzug von Parteichef Franz Müntefering will die SPD die eingeleitete personelle Verjüngung der Partei vehement vorantreiben. Da droht so manch alteingesessener Genosse auf der Strecke zu bleiben. Auch Rufe nach einem sofortigen Rücktritt von Heidemarie Wieczorek-Zeul werden lauter.

HB BERLIN. Nach dem Rückzug von Parteichef Franz Müntefering müsse die Entwicklungsministerin unverzüglich ihr Amt als stellvertretende Parteivorsitzende zur Verfügung stellen, hieß es am Montag in einer Erklärung der Führung des rechten „Seeheimer Kreises“ in der SPD. Es gebe keinen Grund mehr für Wieczorek-Zeul, „durch ihr Beharren auf der Position des Vize-Parteivorsitzenden der eingeleiteten personellen Verjüngung im Wege zu stehen“.

Auch der designierte Umweltminister Sigmar Gabriel hatte Wieczorek-Zeul sowie Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier in der Vorstandssitzung in massiver Form vorgeworfen, sie klebten an ihren Posten. Insbesondere Wieczorek-Zeul wird von führenden Sozialdemokraten vorgeworfen, durch Intrigen die Kandidatur der Parteilinken Andrea Nahles als SPD-Generalsekretärin unterstützt zu haben, um ihren eigenen Posten zu sichern.

Nach Ansicht der „Seeheimer“ ist die Wahl von Nahles als Generalsekretärin auf dem Parteitag in zwei Wochen nach ihrem Vorgehen im Vorstand „unvorstellbar“. Jetzt müsse erst einmal ein neuer SPD-Chef gewählt werden. „Der von der Basis gewählte Parteivorsitzende braucht einen Generalsekretär seines Vertrauens und nicht der Generalsekretär einen Parteivorsitzenden seines Vertrauens“, hieß es in der Erklärung weiter.

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