Peter Altmaier
„Chinesen werden unsere Technik kaufen wollen“

Die Energiewende wirft Probleme auf – aber dennoch könnte der Steuerzahler noch aus ihr Profit schlagen. Darum ging es beim Deutschland-Dinner des Handelsblatts in Hamburg mit Umweltminister Peter Altmaier.
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HamburgOscar Wilde hat einmal geschrieben „um seine Jugend wiederzuerlangen, muss man einfach nur die Fehler der Jugend wiederholen“. Um die Fehler der noch sehr jungen Energiewende ging es beim Deutschland-Dinner des Handelsblattes am Montagabend in Hamburg. Und darum, wie aus der Energiewende eine lukrative Altersvorsorge wird. Am Ende versprühte Bundesumweltminister Peter Altmaier vor allem eines: Optimismus.

Aber der Reihe nach: Im Hotel Intercontinental in Hamburg kamen rund 400 treue Handelsblatt-Abonnenten in den Genuss eines Abends mit Minister Altmaier. Nach Vorspeise und Hauptgang musste der sich nicht nur den Fragen von Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart stellen, sondern auch denen der Handelsblatt-Leser. Und die zielten vor allem auf die Versäumnisse bei der eiligen Energiewende ab: Was ist mit den Subventionen? Wer soll das bezahlen? Ist die Energiewende ein zweiter Berliner Flughafen? Und was ist da eigentlich für den Bürger drin außer Kosten?

„Ich will sie animieren, Optimist zu sein, denn die behalten recht,“ begann Steingart den Abend. Optimist muss man in diesen Tagen sein, kommen doch vor allem negative Meldungen zur Energiewende – angeblich treibt sie die Stromkosten in die Höhe und führt zu Stromausfällen, man liest von nicht angeschlossenen Windparks und der ungerechten Privilegierung von Industriebetrieben. „Sie sagen, das ist verrückt. Das ist nicht verrückt, das ist Politik“, sagte Steingart. Aber: „Am Ende wird alles gut. Und wenn nicht alles gut ist, dann war es noch nicht das Ende“, zitierte er Oscar Wilde.

„Sie waren ja eigentlich einmal Kernenergie-Befürworter“, frotzelte Steingart gegenüber Altmaier. Doch der wiegelte ab. Er habe ein „entspanntes Verhältnis zur Kernenergie“ gehabt und sei „weder Gegner noch Befürworter“ gewesen. Die Kanzlerin habe es richtig gemacht, als sie den Ausstieg aus der Atomenergie beschloss. „Das Thema Kernenergie hat politische Entscheidungen in der Energiepolitik am Ende gelähmt.“

Er lobte Deutschland als Vorreiter mit Vorbildcharakter: „Wenn die Energiewende gelingt und sie die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessert, werden die Chinesen die Technik kaufen wollen.“

Altmaier räumte jedoch auch ein, dass so einige Fehler gemacht wurden. Stichwort Subventionen: Man habe den Fehler gemacht, nicht zu sagen, wann die Subventionen auslaufen. Aus diesem Grund habe er als erste Leistung seines Amtes das Erneuerbare-Energie-Gesetz geändert. Und auch die zahlreichen Ausnahmen für die Industrie in punkto Kosten der Energiewende sprach er an.

Momentan sei es so, dass ein Unternehmen, das Strom spare, anschließend mehr zahlen müsse, weil es nicht mehr von Vergünstigungen profitiere. „Ich werde das überprüfen lassen“, versprach er.

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„Man kann an der Energiewende auch verdienen“

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  • Die Windmühlentechnik ist entwicklungstechnisch gesehen eine ausgelutschte Primitivtechnik oder Low-Tech. Die kann jedes Entwicklungsland konstruieren und bauen.

    Die tun das allerdings nicht, weil diese Low-Tech viel zu teuer ist, für das, was sie leistet.

  • Ein gelegentlicher Blick auf
    http://www.transparency.eex.com/de/
    bringt das ganze Ausmaß des Schwachsinns ans Tageslicht.

    Wegen des gesetzlichen Einspeisevoranges für Wind und Solar sind die angegebenen Werte das, was mit Ach und Krach erzeugt werden kann, während die Werte für die konventionellen Kraftwerke die trotz gesetzlich vorgeschriebener Drosselung erzeugte Leistung angeben.

  • Wovon träumt der denn?

    Die Chinesen werden die Technik einfach nachbauen, wie sie es immer gemacht haben.

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