Pflegenotstand Streik gegen Personalknappheit in Kliniken

In Deutschlands Krankenhäusern fehlen Zehntausende Pflegekräfte. Nun werden mehrere Kliniken bestreikt. Verdi fordert aber auch Abhilfe per Gesetz. Unter dem Motto "Grenzen setzen" protestieren Pfleger im ganzen Land.
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Schon im September protestierten Pflegebeschäftigte in Berlin vor der Charité. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi erneut zu Aktionen auf. Quelle: dpa
Streik der Pfleger an der Charité

Schon im September protestierten Pflegebeschäftigte in Berlin vor der Charité. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi erneut zu Aktionen auf.

(Foto: dpa)

BerlinMit Streiks und weiteren Aktionen treten Klinikbeschäftigte in mehreren Bundesländern für mehr Personal ein. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Verdi-Chef Frank Bsirske forderte zudem die künftige Regierungskoalition auf, per Gesetz für mehr Klinikpersonal zu sorgen.

Für zwei Tage bestreikt würden seit Dienstag die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, das Klinikum Augsburg, das Klinikum Frankfurt Höchst, die Uniklinik Düsseldorf sowie die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, teilte Verdi mit. An diesem Mittwoch wollen sich erstmals Beschäftigte eines katholischen Krankenhauses anschließen, der Marienhausklinik Ottweiler (Saarland). Zum Ausstand aufgerufen seien Pflege-Beschäftigte, aber auch die anderen Klinik-Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft fordert Haustarifverträge zur Entlastung der Mitarbeiter in den einzelnen Kliniken. Darin sollen unter anderem eine Mindestpersonalausstattung festgelegt und Regelungen zum Ausgleich für Belastungen getroffen werden. Solche Haustarifverträge könnten dann zu den geltenden Tarifverträgen hinzukommen.

Darüber hinaus setzt Verdi auf bundesweite Aktionen in Kliniken. Unter dem Motto „Grenzen setzen“ verweigern sie Überstunden, das kurzfristige Einspringen und nehmen sich Pausen, wie sie gesetzlich vorgeschrieben sind. „Die Arbeitgeber sind in der Verantwortung, die Arbeit so zu organisieren, dass die Beschäftigten nicht krank werden“, mahnte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Die Gewerkschaft drängt die neue Regierung zudem zu gesetzlichen Regeln gegen Personalmangel in den Krankenhäusern. „Sonst droht ein Kollaps in der Pflege“, sagte Verdi-Chef Bsirske. Bundesweit fehlten nach einer Verdi-Erhebung 162 000 Stellen in Krankenhäusern, allein 70 000 Stellen für Pflegefachkräfte.

Für Aufsehen hatten zuletzt die Pflegekräfte an Berlins Universitätsklinik Charité mit einem Streik für eine verbesserte Personalsituation gesorgt. Nach einem Einlenken der Klinik setzten die Beschäftigten den Ausstand aus, derzeit wird verhandelt.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Pflegenotstand: Streik gegen Personalknappheit in Kliniken"

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  • PFLEGENOTSTAND
    Streik gegen Personalknappheit in Kliniken
    Datum:
    10.10.2017 13:04 Uhr
    In Deutschlands Krankenhäusern fehlen Zehntausende Pflegekräfte. Nun werden mehrere Kliniken bestreikt.

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    Die Herren und die Knechten heißt es dann !!!

    Die Neuen dürfen die liedrigste arbeiten verrichten oder die schlimmste Patienten betreuen ( wenn man überhaupt kompetent ist und die nerven hat um mit solche menschen umzugehen wenn es dann nicht mehr Freiwillig ist sondern beruflicher zwang ) und die die länger dabei sind üben sich in der Rolle des Direktoren !!!

    MAL DA UNDOCOVER MITTÄTIG WERDEN !!!

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