Pharmalobbyistin
Birgit Fischer lässt SPD-Job ruhen

Birgit Fischer lässt ihr Amt im SPD-Parteivorstand bis zur Neuwahl im Dezember ruhen. Die zur Pharmalobby wechselnde Vorstandschefin der Barmer-GEK-Krankenkasse hatte mit ihrem Seitenwechsel für Wirbel gesorgt.
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BerlinDie zur Pharmalobby wechselnde Vorstandschefin der Barmer-GEK-Krankenkasse, Birgit Fischer, lässt ihr Amt im SPD-Parteivorstand bis zur Neuwahl im Dezember ruhen. Ein entprechender Bericht des „Tagesspiegel“ (Donnerstag) wurde der Nachrichtenagentur dpa aus Parteikreisen bestätigt.  

Fischer, früher Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, gibt ihren Posten als Vorstandschefin bei der Krankenkasse auf, um zum 1. Mai Hauptgeschäftsführerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller zu werden. Der Seitenwechsel der Kassen-Managerin zur Chef-Lobbyistin der Pharmaindustrie hatte politischen Wirbel ausgelöst.  

Dass sie ihren Posten im 45-köpfigen SPD-Parteivorstand ruhen lässt habe Fischer allerdings erst aus der SPD-Spitze nahegelegt werden müssen, schreibt der „Tagesspiegel“. Sie selber habe in der Doppelfunktion als Pharma-Lobbyistin und SPD-Vorstandsmitglied  offenbar kein größeres politisches Problem gesehen.  

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach registrierte nach Angaben der Zeitung den Rückzug Fischers mit großer Erleichterung. „Alles andere hätte ich als sehr problematisch empfunden“, sagte er. Fischer gehört seit 2001 dem SPD-Vorstand an. Sie war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Soweit ist es nun schon gekommen in diesem Land werden Politiker also selbst Lobbyisten. Weg mit dieser ganzen Mafia welche den deutschen Bürger ausplündert nach Strich u8nd Faden. Sperrt diese Hure nebst ihren Kollegen der Reichstagsparteien u. Länderkammern endlich in ein dunkles Verlies!

  • Ach, da sind die Sozis anders als die anderen? Vielleicht darin, dass in ihrem Selbstverständnis überhaupt noch etwas als Interessenkonflikt gesehen wird, bei anderen nicht. Aber auch das bezweifle ich. Käuflich sind sie alle. Ein Dummkopf, wer immer noch in alten ideologischen Schublädchen denkt.

  • Lustig, dass der Pharmaposten einen Interessenkonflikt auslöst - die jahrelange Kassentätigkeit hingegen okay war... Aber so sind sie halt, unsere Sozialdemokraten:)

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