Philipp Rösler
Der Senkrechtstarter mit Chefambitionen

Gesundheitsminister Philipp Rösler gilt als Favorit für die Nachfolge von Guido Westerwelle an der FDP-Spitze. Der 39-Jährige überzeugt mit seine jugendlichen Forschheit und einer Portion Selbstironie.
  • 1

BerlinEr ist gerade einmal anderthalb Jahre auf der bundespolitischen Bühne präsent, nun gilt er als aussichtsreicher Kandidat für den Parteivorsitz der FDP: Gesundheitsminister Philipp Rösler steht angeblich nach dem Rückzug von Guido Westerwelle für die Parteiführung bereit. Die einflussreichen FDP-Landesverbände in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen unterstützten dessen Kandidatur, meldete die Tageszeitung „Die Welt“. Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki rechnete am Sonntagabend damit, dass es auf den Niedersachsen hinausläuft. 

Rösler wäre mit 38 Jahren der jüngste FDP-Chef der Geschichte, Westerwelle war bei seinem Amtsantritt im Mai 2001 39 Jahre alt. 

Der promovierte Mediziner Rösler war Westerwelles Überraschungscoup, als 2009 das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellt wurde. Mit damals 36 Jahren war der Mann der jüngste Minister im schwarz-gelben Kabinett. Rösler bekam einen der undankbarsten Jobs in der Politik ab. Im Wirrwarr zwischen Kassenbeiträgen, Ärztehonoraren und Pillenzuzahlungen kann sich ein Politiker nur schwer profilieren. Gemessen daran hat sich Rösler gut gehalten im Berliner Politikbetrieb - gut genug jedenfalls, um in seiner Partei als Hoffnungsträger zu gelten. 

Als einziger Regierungsvertreter verfügt Rösler nicht über ein Bundestagsmandat. Seine politische Vita liest sich eindrucksvoll. 

Seit er den Freidemokraten mit 19 Jahren beigetreten ist, war er niedersächsischer Landesvorsitzender der Jungen Liberalen, Mitglied des FDP-Landesvorstands, Generalsekretär der Landes-FDP, FDP-Landtagsfraktionschef und unter Ministerpräsident Christian Wulff niedersächsischer Wirtschaftsminister. Seit 2005 ist Rösler Mitglied des FDP-Bundespräsidiums, ein Jahr später übernahm er den niedersächsischen Landesvorsitz der Liberalen.

Seite 1:

Der Senkrechtstarter mit Chefambitionen

Seite 2:

Kommentare zu " Philipp Rösler: Der Senkrechtstarter mit Chefambitionen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Meine Güte, wer hat diesen Artikel denn geschrieen? Ein prsönlicher Freund von Rösler?
    Rösler ist ein Ausbund an Arroganz und Überheblichkeit und offenkundig ungemein karrieregeil. In der Politik geht das ja auch leicht. Als Arzt hatte er es allerdings nicht so sehr mit Arbeit gehabt.
    Und was soll das Geschwafel von liberalen Positionen?
    Die hat er doch gerade im Gesundheitswesen nicht umgesetzt. Da war er ganz kapitalistisch, gut beraten von einem Pharmamitarbeiter den er sich ins Ministerium holte.
    Ich denke mal, die FDP wird für lange Zeit unbedeutend bleiben.
    Mit Rösler an der Spitze wird sie nicht punkten.
    Die FDP hat das Problem, dass ihr im Grunde genommen eine ganze Generation fehlt. Die von ca. 40 bis Mitte 50.
    Die Jungen einschl, Rösler haben weder Lebens- noch Arbeitserfahrung, es sind irgendwie grüne Jungs.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%