Philipp Rösler
Der stoische Parteichef

Vor der Niedersachsen-Wahl nehmen seine Parteifreunde Philipp Rösler einmal mehr in die Mangel. Der FDP-Chef gibt sich gelassen. Doch auf Fragen nach seiner Zukunft reagiert er dann doch ausweichend.
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BerlinAm 24. Februar 2013 gibt es für Philipp Rösler etwas zu feiern. An diesem Tag hat der FDP-Chef Geburtstag. Es ist ein runder. Rösler wird 40 Jahre alt. In der Rösler'schen Zeitrechnung beginnen dann die letzten fünf Jahre seiner politischen Karriere. Denn mit 45 Jahren, das hat er oft genug betont, will sich Rösler aus der Politik zurückziehen. Möglicherweise wird er sich aber schon früher mit neuen beruflichen Perspektiven auseinandersetzen. Am Freitag ließ er es jedenfalls selbst offen, ob er auch im Falle einer Niederlage bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar, also einen guten Monat vor seinem Geburtstag, Vorsitzender der FDP bleibt.

Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob und wie lange sich der jungenhaft wirkende Bundeswirtschaftsminister im Amt des Parteichefs halten kann. Rösler kennt das schon. Seit seinem Amtsantritt als Minister, Vizekanzler und FDP-Chef im Mai 2011 gibt es die Diskussion, ob er genug Gewicht für seine politischen Ämter mitbringt.

Die Basis dafür bieten die schlechten Umfragewerte der Partei. Die Demoskopen verorten die FDP seit Wochen unter fünf Prozent. Im nächsten Bundestag wären die Liberalen mit einem solchen Ergebnis nicht vertreten.

Angefacht werden Zweifel an Röslers Führungsstärke und inhaltlicher Kraft in schöner Regelmäßigkeit von führenden Parteifreunden. Einmal bringt der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki seinen Amtskollegen aus NRW, Christian Lindner, als idealen liberalen Parteichef ins Spiel. Ein anderes Mal diktiert FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle, der im Gegensatz zu Kubicki allerdings stets seine Loyalität zu Rösler bekundet, die Marschroute der Partei am Vorsitzenden vorbei - so geschehen vor dem jüngsten Koalitionsgipfel, als er Röslers Bedingungen für eine Zustimmung zum Betreuungsgeld mit dem Satz abbügelte: „Wir sind vertragstreu."

Fast könnte man meinen, die negative Steigerung „Freund, Feind, Parteifreund" sei in der FDP erfunden worden. Diesen Eindruck befeuerte an den Weihnachtsfeiertagen Entwicklungsminister Dirk Niebel. Der räsonierte im „Focus", den Parteivorsitz und die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl gegebenenfalls zu trennen. Niebel, vor wenigen Wochen zum baden-württembergischen Spitzenkandidaten gekürt, überlagerte mit seinen Einlassungen auch das „wirtschaftspolitische Positionspapier", das Rösler an die „Welt" gespielt hatte.

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  • Laßt den Niebel nur machen, der macht das richtig. Genau als er vor der Bundestagswahl dafür plädierte, das Entwicklungshilfeministerium abzuschaffen. Na ja, wir wissen er wurde dahingehend Bundesminister in dem gleichnamigen Ressort. Was sagt uns das?

    Niebel plädiert den Vormann vom Spitzenkandidaten "automatisch" zu trennen. Dann weiß ein jeder sollte es in der fdp wieder genau so laufen, dann wird Niebel einfach nur der Automat, so wie der spricht, hat er keine andere Chance. Die anderen gehen dann nach Hause. fdp unter 18%o wer will dies schon aushalten?

  • Am 6. Januar 2013 wird der fdp der König genommen. Gut es waren damals immerhin drei. Ja, das war damals in der fdp so auch nicht. Wenn Gleiche unter Gleichen, da ist selbst der Einäugige unter den Blinden ein König. Ob Rösler überhaupt die Gemengenlage um sich herum richtige einschätzen kann, befürchte ich.

    Und denke mal lt. seinen früheren, abghealfterten Chef schert das nun wiederum auch nicht mehr. Abstieg bleibt Abstieg. Erst wenn wieder "hart" gearbeitet wird, hat der Aufstieg seinen Reiz. Gell?

  • Wir brauchen eine liberale Partei wie die FDP. Die FDP sollte deutlicher als jetzt für die Prinzipien der Selbstverantwortung und des Leistungswillens einsetzen - für die Prinzipien des sozialen Ausgleichs zugunsten der Leistungsunwilligen stehen genug andere. Sachliche Kritik kann man vertragen und mit eigenen Argumenten beantworten - unsachliche Beschimpfungen Andersdenkender sollte man auch so beim Namen nennen

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