Philipp Rösler
„Höhere Steuern sind Gift für die Beschäftigung“

Höhere Steuern für Reiche sind für Bundeswirtschaftsminister Rösler keine Option - auch nicht zur Bekämpfung der Armut. Solche Forderungen hält er sogar für „fahrlässig“.
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BerlinBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) lehnt höhere Steuern für Wohlhabende als Mittel gegen zunehmenden Armut ab. "Ich halte solche Forderungen für fahrlässig", bekräftigte der FDP-Vorsitzende gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Sie entsprechen auch ausdrücklich nicht der gemeinsamen Position der christlich-liberalen Koalition." Auch Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) lehnte Steuererhöhungen für Vermögende ab.

Rösler sagte, im Armuts- und Reichtumsbericht von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) werde auf Umverteilung und höhere Steuern als vermeintliche Lösung verwiesen. "Höhere Steuern sind für manche zwar verlockend, im Ergebnis sind sie Gift für die Beschäftigung und schwächen unsere Wettbewerbsfähigkeit", sagte er.

Der Berichtsentwurf von der Leyens enthält einen Prüfauftrag, "ob und wie über die Progression in der Einkommensteuer hinaus privater Reichtum für die nachhaltige Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden kann".

Kampeter sagte der "Passauer Neuen Presse": "In der Debatte um den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sollte das Pferd nicht von hinten aufgezäumt werden." Die Opposition solle keine falschen Erwartungen wecken. "Eine stärkere Besteuerung von Vermögen würde in erster Linie die arbeitende Mittelschicht über Mieten und Löhne treffen", sagte Kampeter.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Philipp Rösler: „Höhere Steuern sind Gift für die Beschäftigung“"

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  • Dämliche Volksverblödungs-Klowand-Sprüche!

    Ich habe einen Vorschlag: Wir schaffen den Lohn ganz ab und haben sofort Vollbeschäftigung!

    ..diese Politpuppen verkaufen uns für dumm.

  • Schön, dass es hier vor Rumpelstilzchen nur so wimmelt!!!

  • Steuern sollten grundsätzlich auf "jeden" Gewinn erhoben werden und über die Steuerhöhen könnte man streiten. Deshalb ist die Versteuerung der Lotto-Gewinne etc. längst überfällig. Nicht einzusehen sind die diversen erhoben Sondersteuern.
    Da es unterschiedliche Charaktere von Menschen gibt, die einen verpassen ihre Vermögen in Nachtbars mit leichten Mädchen und die anderen sparen lieber ihre Einkommen, sollten Vermögenssteuern grundsätzlich entfalle, da sonst Sparsamkeit bestrafen werden würde.
    Und Sparsamkeit wäre auch in Griechenland endlich angebracht.

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