Pierre Vogel
Islamisten dürfen doch in Frankfurt beten

Der Islamist Pierre Vogel darf nun doch öffentlich in Frankfurt beten. Allerdings gibt es kein Totengebet für den Terroristen Bin Laden - und Vogel muss sich an 14 Auflagen des Verwaltungsgerichts halten.
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Frankfurt Der umstrittene Islamist Pierre Vogel kann innerhalb von nur gut zwei Wochen zum zweiten Mal in Frankfurt predigen. Das ursprünglich angekündigte Totengebet für den Terroristenführer Osama bin Laden ist allerdings streng verboten. Vogel muss sich an 14 strikte Auflagen halten, entschied das Verwaltungsgericht Frankfurt am Freitag. Das städtische Verbot der Kundgebung wurde aber aufgehoben.

Das Wirken und das Schicksal des getöteten Terroristenchefs Osama bin Laden dürfen zum Beispiel weder direkt noch indirekt Gegenstand der Veranstaltung am Samstagabend sein, heißt es im Beschluss des Gerichts. "Ideologie und Handlungen von Al-Kaida dürfen weder unterstützt noch verharmlost werden." Außerdem hat die Kammer die Kundgebung von der City auf das Rebstockgelände an der Messe verlegt. Die Stadt Frankfurt verzichtet darauf, gegen die Entscheidung vor den Verwaltungsgerichtshof in Kassel zu ziehen, kündigte Adolf Kannengießer aus dem Ordnungsdezernat an.

Die Veranstalter rechnen mit rund 1000 bis 1500 Teilnehmern. Das Motto der Veranstaltung wurde verändert von "Wie erreicht man den Frieden auf der Welt?" zu "Wie steht der Islam zum Terrorismus?". Ursprünglich hatte die Stadt auf Vogels Internetseite entdeckt, dass er im Rahmen der Kundgebung ein "Totengebet für Osama bin Laden" durchführen und "über die perverse Hinrichtung" des Terroristenchefs sprechen wollte. Das von der Stadt daraufhin ausgesprochene Verbot war auf breite Zustimmung gestoßen, unter anderem von bei der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen sowie bei Innenminister Boris Rhein (CDU).

Die von Vogel vertretene Glaubenslehre ist nach Einschätzung von Verfassungsschützern als "demokratiefeindlich einzustufen und verstößt mit ihren Thesen gegen den Gedanken der Völkerverständigung und des Gleichheitsgrundsatzes". Vogel war vor rund zwei Wochen mit dem als Hassprediger kritisierten Bilal Philips in der Frankfurter City vor rund 1500 Menschen aufgetreten. Der jamaikanisch-kanadische Islamist Philips, der als Hassprediger kritisiert wird, war anschließend wegen früherer Äußerungen aus Deutschland ausgewiesen worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pierre Vogel: Islamisten dürfen doch in Frankfurt beten"

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  • Man muss sich fragen was kommt als nächstes..der Bambi für sein Lebenswerk? Deutschland als Teil-Islamstaat zeigt der Welt auf wessen Seite man steht. Auch der Bundesiman hat tröstende Worte gefunden.Der Terror geht weiter ob mit oder ohne Osama,es ist mittlerweile auch eine regelrechte Industrie. Waffen,Geld,Aktien,Imobilien etc bringen gewissen Leuten ein angenehmes leben. Osam hier mal als bestes Beispiel genannt.Wenn die Künast eines tages Berlin regiert, werden die 300.000 Tausend Muslime einen regelrechten Maraton an Veranstaltungen liefern.

  • Ein wirklich trauriges Bild geben da unsere Juristen ab!

  • Das darf doch wohl alles nicht wahr sein, was in usnrem Lande abläuft.
    Und wo snd jetzt die Linken und Grünen die dagen protestieren?
    Ach ja, ich vergaß, bei den Islamsiten handelt es sich ja um deren Freunde, die Grünen fordern die Deutschen nur auf gegen den Kampf den "Krampf" gegen rechts
    Man sollte mit der Brechstange reinschlagen

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