Pinkwarts Wechsel
„So ein Angebot kann man kaum ablehnen“

Der FDP-Bundesvize Andreas Pinkwart zieht sich aus der Politik zurück und wechselt in die Wissenschaft. Im Interview erklärt der 51-Jährige, was ihn an der Leitung der der Handelshochschule Leipzig (HHL) reizt.
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Herr Pinkwart, die FDP liegt in den Umfragen sowohl im Bund als auch in NRW bei vier Prozent. Verlassen Sie das sinkende Schiff?

Ich bin nie vor einer schwierigen Aufgabe zurückgewichen. Sonst hätte ich 2002 nicht als Nachfolger von Herrn Möllemann die Führung der Landes-FDP in NRW übernommen. Das sind jetzt aktuell Umfragen, die ich in 30 Jahren FDP-Mitgliedschaft immer mal wieder erlebt habe - und der Liberalismus hat trotzdem viel bewegt.

Die nächsten Jahre in NRW in der Opposition zu sein, ist auch nicht gerade attraktiv.

Ich bin jetzt 50 Jahre und habe ein attraktives Angebot aus der Wissenschaft bekommen. Die Handelshochschule Leipzig ist eine der allerersten Adressen in Deutschland. Da kann ich viel von dem einbringen, was mich auch als Professor und Minister in Nordrhein-Westfalen angetrieben hat. So ein Angebot kann man kaum ablehnen.

Wann hat Sie die Anfrage der Handelshochschule (HHL) erreicht?

Nach meinem Ausscheiden aus der Landesregierung. Ich habe mir diesen Schritt lange überlegt. Aber die Herausforderung, die HHL in die Spitze der europäischen Wirtschaftshochschulen zu führen, ist sehr reizvoll. Ich habe im Übrigen nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich Forschung und Lehre sehr gut wieder vorstellen kann.

Wie war denn die Reaktion von FDP-Parteichef Guido Westerwelle?

Herr Westerwelle hat mir gratuliert. Er kennt die HHL gut und schätzt sie sehr, hat aber aus Sicht der FDP auch Bedauern geäußert.

Aber informiert haben Sie ihn über die Vertragsverhandlungen nicht?

Die Leitung der HHL und ich hatten Vertraulichkeit vereinbart. Daran haben sich beide Seiten gehalten.

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  • Ja bei den umfragewerten ist es an der zeit ansprüche retten ohne je eingezahlt zu haben und weg mit mir leipzig brummt da schnippt man mit den finger und schon hat man einen job.warum geht man erst in die politik,oder der normala in die arbeitslosigkeit wenn doch händeringend fachkräfte gesucht werden und die sprechen auch noch deutsch,verlogen bis in die haarspitzen

  • LEiPZiG war (und ist)ein magischer Ort (J.S.bach)
    STUTTGART ist (und wird) ein magischer Ort.(seine unterirdischen Mineralquellen und der Juchtenkäfer)

    Humor muß sein

  • Danke für Alles und Alles Gute für LEiPZiG ...

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