Pipeline ist für Deutschland wichtig
Clement verteidigt Kreditbürgschaft für Gasprom

HB BERLIN. Der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hat die Kreditbürgschaft der rot-grünen Bundesregierung für den russischen Energiekonzern Gasprom verteidigt. Einen Zusammenhang mit dem Engagement von Altbundeskanzler Gerhard Schröder bei Gasprom wies er in einem am Samstag veröffentlichten Interview der „Welt am Sonntag“ zurück.

Die Bürgschaftsgarantie sei gewährt worden, weil die Pipeline für die deutsche Energieversorgung außerordentlich wichtig sei. „Das hatte nicht das geringste mit Schröder zu tun. Der Bundeskanzler hat bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt“, sagte Clement. „Es war das vernünftigste, was es gibt, dass wir diese Bürgschaft übernommen haben. Die nachfolgenden Generationen werden über diese Pipeline froh sein.“ Viele andere Staaten beneideten Deutschland um „die engen Beziehungen, die wir zu Russland haben“.

Die Regierung hatte für einen Milliardenkredit gebürgt, den die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Deutsche Bank dem russischen Energieversorger Gasprom zum Bau einer Pipeline von Sibirien nach St. Petersburg angeboten hatten. Auf diesem Weg wird Gas zur Ostsee-Pipeline transportiert, die von dem deutsch-russischen Konsortium NGEP gebaut wird, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Schröder seit Donnerstag ist.

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