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Piraterie: Marineinspekteur beklagt Hilflosigkeit

exklusiv Das vergangene Jahr hat einen neuen Rekord gebracht: 445 Angriffe auf Schiffe registrierte die Internationale Schifffahrts-Behörde (IMB), 1 181 Seeleute wurden als Geiseln genommen. Vizeadmiral Axel Schimpf, Inspekteur der Marine, beklagt, dass die unsichere Rechtslage den Anti-Piraterie-Einsatz erschwere.

Die Fregatte "Hamburg" als Teil der Mission Atalanta auf dem Weg zum Horn von Afrika. Quelle: dpa
Die Fregatte "Hamburg" als Teil der Mission Atalanta auf dem Weg zum Horn von Afrika. Quelle: dpa

HB BERLIN. Aktuell sind nach Angaben der Bundesregierung 31 Schiffe in der Hand von Piraten, darunter die deutsche „Ems River“. Bei einem Gipfeltreffen in Berlin beraten Politik und Wirtschaft heute, wie sich die Seewege besser sichern lassen. Doch die deutsche Rechtslage lasse keine wirksame Kampfansage an die Piraten zu, beklagt der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf im Interview mit dem Handelsblatt.

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„Pirateriebekämpfung ist Polizeiaufgabe. Sie stellt sich ihr auch. Als man diese Zuständigkeit geschaffen hat, ging man davon aus, dass es sich um Gefährdungen und Risiken vor der eigenen Küste handele – und nicht Tausende Seemeilen entfernt vor Afrika. Andererseits ist das „Atalanta“-Mandat robust und gibt uns Möglichkeiten des Handelns“, sagt Schimpf.

Auf die Frage, ob die Bundeswehr per Verfassung aufgerufen sei, die Seewege zu sichern, sagt Schimpf: „In Artikel 27 Grundgesetz ist festgeschrieben, dass die deutsche Handelsflotte Verfassungsrang hat – und damit Anspruch auf staatliche Sicherheitsvorsorge. Die Frage, wie der Staat dem nachkommt, muss er für sich selbst festlegen. Die Marine hat die Mittel dafür. Rechtlich gibt es allerdings noch Klärungsbedarf.“

Dem Ruf deutscher Reeder nach Bewaffnung ihrer Schiffe erteilt Schimpf eine Absage. „Bewaffnung allein hilft niemandem, bewaffnete Kräfte müssen auch Expertise mitbringen, Die Piraten haben meist nichts zu verlieren, sind hochbewaffnet und zu jedem Risiko bereit. Das macht es schwer, vernünftig zu reagieren.“

  • 24.01.2011, 13:38 UhrAnonymer Benutzer: Krise

    Warum einfach wenn es auch schwer geht?!?!?!

    Die Lösung des Piratenproblems kann einfacher nicht sein! Suchen - und mit Mann und Maus versenken!

    Piratenproblem zu Ende!!!

    da brauche ich keine vier Wochen zu - und die Weltmeere wären Piratenfrei...

    was machen wir stattdessen - wir machen uns lächerlich... wie auch in vielen anderen bereichen!!!

  • 23.01.2011, 22:40 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    Mensch Meier, diese Marine macht uns seit kaisers Zeiten immer nur lächerlich. Versteckt sich in Fjorden, versenkt sich vor Montevideo und puscht sich bei Annäherung eines Schlauchbootes in die Hosen. Nach der Kapitulation dann aber die eigenen Leute erschießen!

    LÖST DiESEN KASPERVEREiN AUF !!!

  • 23.01.2011, 22:00 UhrAnonymer Benutzer: Thomas Melber, Stuttgart

    Der Kampf gegen Piraterie wird nicht auf See sondern dort an Land entschieden.

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