Pläne bis 2050
Merkel will Klimaschutzziele nach der Wahl konkretisieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Klimaschutzziele bis 2050 erst nach der Bundestagswahl genauer darlegen. Man brauche Planungssicherheit, um sich für die kommenden 30 Jahre auszurichten.
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BerlinDie deutschen Klimaschutzziele bis 2050 müssen nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der nächsten Legislaturperiode konkretisiert werden. Es sei richtig gewesen, zunächst festzulegen, dass man bis 2050 die Treibhausemissionen gegenüber 1990 um 80 bis 95 Prozent reduzieren wolle, sagte Merkel am Dienstag beim Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) in Berlin. „Aber zwischen 80 und 95 Prozent ist natürlich ein großer Unterschied“, sagte sie. Alle bräuchten aber Planungssicherheit, um sich für die kommenden 30 Jahre auszurichten. „Das muss Anfang der nächsten Legislaturperiode entschieden werden.“

Merkel kritisierte, der Netzausbau in Deutschland hinke immer noch dem Ausbau erneuerbarer Energien hinterher. Das liege nicht nur an der Politik, sondern auch an langwierigen Gerichtsverfahren beim Ausbau der Nord-Südtrassen. Aber für den Ausbau gerade der Windenergie auf See seien die Übertragungsleitungen notwendig. Zugleich warb sie um Verständnis für den nur schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung der Kohle. Auch die Braunkohleregionen in der Lausitz und Nordrhein-Westfalen bräuchten Planungssicherheit.

Bis 2020 soll der Treibhausgas-Ausstoß nach Beschlüssen der Bundesregierung im Vergleich zum 1990 um 40 Prozent gesenkt werden, bis 2050 dann um 80 bis 95 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pläne bis 2050: Merkel will Klimaschutzziele nach der Wahl konkretisieren"

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  • Vor allem muss Merkel vorher wissen, ob die Umweltsünderpartei Bündnis 90/Die Grünen mitregiert.

    Mit denen wird es keinen Klimawandel geben.

    Den Atomausstieg hatten die als Regierungspartei im Bund nicht geschafft. Das war bekanntlich allein Merkel/CDU. Als Regierungspartei in Hessen sorgen die Grünen dafür, dass die Kali und Salz AG weiter Grundwasser und Flüsse verschmutzen darf. Als Regierungspartei in NRW sorgen die Grünen dafür, dass der größte Umweltverschmutzer Braunkohle weiter expandiert.

  • Das Merkel-Ziel: Armut für alle oder bisher Armut für fast alle.

  • Wenn man sonst nix gebacken kriegt , regelt man das Klima. Regeln oder schützen ? Richtig gemacht , regelt sich damit auch die Überbevölkerung ,

    Siehe Post von Herrn Narrog:
    "Eine Reduktion der CO2 Emissionen um 95% entspricht einer antiken Gesellschaft, geschätzte Lebenserwartung ca. 27 Jahre. " Für immer Jung !!!

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